Trump, Premier

Trump verhöhnt Premier Trudeau und nennt ihn Gouverneur

10.12.2024 - 14:25:39

Im Zollstreit mit Kanada verspottet der kĂŒnftige US-PrĂ€sident Donald Trump den Premierminister des nördlichen Nachbarlands der USA, Justin Trudeau.

"Es war mir ein VergnĂŒgen, neulich Abend mit Gouverneur Justin Trudeau aus dem großartigen Staat Kanada zu Abend zu essen", schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.

Gouverneure sind in den USA die Regierungschefs der Bundesstaaten. Sie sind vergleichbar mit MinisterprĂ€sidenten in Deutschland. Trudeau hatte zuvor mit Vergeltungsmaßnahmen Kanadas gedroht, sollten die USA Zölle verhĂ€ngen.

Trump greift mit seinem Post einen Witz auf, den er bei einem gemeinsamen Abendessen mit Trudeau Ende November gemacht haben soll. Medienberichten zufolge soll der Republikaner Trudeau vorgeschlagen haben, dass Kanada der 51. Bundesstaat der USA werden könne. "Der PrÀsident hat Witze erzÀhlt, der PrÀsident hat uns auf den Arm genommen", sagte der kanadische Minister Dominic LeBlanc laut "Toronto Star" im Anschluss. Er war bei dem Essen dabei.

Trump droht Kanada mit hohen Einfuhrzöllen

Trudeau war nach Drohungen des Republikaners, er werde hohe Einfuhrzölle fĂŒr Waren aus Kanada verhĂ€ngen, in Trumps Wahlheimat Florida gereist, um die Wogen zu glĂ€tten. Trump schrieb auf Truth Social nun weiter: "Ich freue mich darauf, den Gouverneur bald wiederzusehen, damit wir unsere eingehenden GesprĂ€che ĂŒber Zölle und Handel fortsetzen können, deren Ergebnisse fĂŒr alle wirklich spektakulĂ€r sein werden." Trump zieht im 20. Januar wieder ins Weiße Haus ein.

WĂ€hrend seiner ersten Amtszeit buhlte Trump tatsĂ€chlich schon einmal ernsthaft um das Staatsgebiet eines anderen Landes. Im Sommer 2019 schlug er vor, Grönland zu kaufen und den USA einzuverleiben. Die Antwort aus DĂ€nemark, zu dem die grĂ¶ĂŸte Insel der Welt politisch gehört, war deutlich: Nein, danke.

@ dpa.de