Deutschland, Hochwasser

Flut: Viele Hausbesitzer sind finanziell nicht vorbereitet

15.07.2023 - 05:27:38

Immer hĂ€ufiger kommt es zu Naturkatastrophen. Die Sturm- und UnwetterschĂ€den können sehr groß sein. Aber deutsche Hausbesitzer sichern sich kaum ab.

Ungeachtet steigender NaturkatastrophenschĂ€den in Deutschland sorgen viele Hausbesitzer nach einer neuen Umfrage finanziell nicht oder nur wenig fĂŒr die möglichen hohen SchĂ€den vor.

Die durchschnittliche Ersparnis fĂŒr wichtige Reparaturen und Instandhaltungen am eigenen Haus belĂ€uft sich demnach auf rund 17.000 Euro, wie das Umfrageinstitut Innofact im Auftrag des Portals Verivox ermittelt hat. Mehr als ein Drittel - 35 Prozent - der Hausbesitzer gaben sogar an, ĂŒberhaupt kein Geld fĂŒr das eigene Haus zurĂŒckgelegt zu haben.

Innofact befragte anlĂ€sslich des zweiten Jahrestags der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands Anfang Juli 1017 HauseigentĂŒmer, die in der eigenen Immobilie wohnen und in ihrem Haushalt ĂŒber den Abschluss von Versicherungen entscheiden oder mitentscheiden.

Demnach befĂŒrworten derzeit 68 Prozent der Hausbesitzer die EinfĂŒhrung einer Pflichtversicherung gegen ElementarschĂ€den, ein gutes halbes Jahr nach der Katastrophe waren es bei der VorgĂ€ngerumfrage im Februar 2022 noch 79 Prozent gewesen. Eine Elementarpolice tatsĂ€chlich abgeschlossen haben laut Umfrage bislang aber nur 59 Prozent.

Bei der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli waren mindestens 185 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Tausend HĂ€user waren zerstört worden. Nach Auswertungen der Munich Re und anderer Versicherer steigen die Sturm- und UnwetterschĂ€den in Europa ebenso wie in mehreren anderen Weltregionen. Der Anstieg verlĂ€uft nicht linear von Jahr zu Jahr, doch treten schwere Unwetter und Überschwemmungen hĂ€ufiger auf als noch vor wenigen Jahrzehnten.

@ dpa.de