ErnÀhrungsreport: Weniger Menschen essen tÀglich Fleisch
13.10.2023 - 12:22:22Fleisch und Wurst stehen laut einer Umfrage bei zusehends weniger Menschen in Deutschland tĂ€glich auf dem Speiseplan. Etwas mehr greifen dafĂŒr regelmĂ€Ăig zu pflanzlichen Alternativen. Das zeigt der «ErnĂ€hrungsreport 2023» im Auftrag des BundesernĂ€hrungsministeriums. Ressortchef Cem Ăzdemir (GrĂŒne) sagte in Berlin: «Die Menschen entscheiden sich bewusst fĂŒr mehr pflanzliche Produkte, weil sie gutes Essen wollen, das gesund ist und das nachhaltig produziert wurde.»
Jede und jeder FĂŒnfte verzehrt laut dem Report tĂ€glich Fleisch und Wurstwaren. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Vierte, und 2015 war es in etwa jeder Dritte. «Gleichzeitig steigt die Beliebtheit von vegetarischen und veganen Alternativen stetig an», sagte Ăzdemir. Jeder Zehnte greift demnach inzwischen tĂ€glich zu solchen pflanzlichen Produkten, drei Jahre zuvor waren es noch 5 Prozent. Bei den 14- bis 29-JĂ€hrigen liegt der Anteil mit 18 Prozent am höchsten, bei den Menschen ab 60 mit 5 Prozent am niedrigsten.
Gleichzeitig wollen fast alle Konsumentinnen und Konsumenten, dass das Essen gut schmeckt. 91 Prozent legen Wert darauf, dass es gesund ist. Bei 71 Prozent der Befragten stehen GemĂŒse und Obst mindestens einmal pro Tag auf dem Speiseplan. Dass die Produkte aus der Region kommen, in der sie wohnen, ist 78 Prozent der Menschen bei Fleisch- und Wurstwaren wichtig, bei Eiern sogar 88 Prozent. «Das zeigt: Die Menschen vertrauen unseren Landwirtinnen und Landwirten», sagte Ăzdemir. FĂŒr den jĂ€hrlichen ErnĂ€hrungsreport befragte das Institut Forsa vom 15. bis 26. Mai rund 1000 Menschen ab 14 Jahre. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.
Der GrĂŒnen-Politiker kĂŒndigte an, in KĂŒrze einen Entwurf fĂŒr eine ErnĂ€hrungsstrategie der Bundesregierung auf den Weg zu bringen. Ziel sei «ein vielfĂ€ltiges Essen in Kitas, in Schulen, in Kantinen» mit vielen gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln. Erneut warb Ăzdemir fĂŒr seine GesetzesplĂ€ne zu Werbeverboten fĂŒr ungesunde Lebensmittel an die Adresse von Kindern, die in der Ampel-Koalition feststecken.


