DIHK: Immer weniger Unternehmen bewerten GeschÀftslage als gut
29.10.2024 - 09:18:52Der Saldo aus den positiven und negativen Lagebewertungen sinkt damit auf lediglich einen Punkt (nach fĂŒnf Punkten im FrĂŒhsommer). Am schlechtesten ist die Lage in der Industrie. Die Optimisten sind hier in der Minderheit: Nur noch 19 Prozent der Betriebe schĂ€tzen ihre aktuelle Lage als "gut" ein. 35 Prozent beantworten die entsprechende Frage mit "schlecht". Der Saldo sinkt um elf Prozentpunkte auf -16 Punkte und liegt weit unter dem langjĂ€hrigen Durchschnitt von +21 Punkten. "Eine solche Situation hatten wir zuletzt vor 20 Jahren wĂ€hrend der schweren Krise in den Jahren 2002 und 2003. Das ist ein deutliches Alarmsignal", sagte DIHK-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Martin Wansleben. "Damals hat die Regierung versucht, mit der Agenda 2010 die Krise zu ĂŒberwinden. Tiefgreifende Reformen brauchen wir jetzt auch." Einen besonders drastischen Einbruch bei der GeschĂ€ftslage verzeichnet der Kraftfahrzeugbau: Der Saldo stĂŒrzt um 27 auf -31 Punkte ab. "Hier kommen die tiefgreifenden Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist, zum Tragen", so der DIHK-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer: "hohe Produktionskosten und vor allem die Transformation hin zur E-MobilitĂ€t, die zusĂ€tzliche Anpassungs- und Investitionsanforderungen mit sich bringt. Hinzu kommen der Trend, `local for local` zu produzieren, sowie eine wachsende und ernst zu nehmende Konkurrenz auf den WeltmĂ€rkten." Auch die GeschĂ€ftserwartungen fĂŒr die kommenden Monate in der Gesamtwirtschaft sind schlecht. Der Anteil der Unternehmen mit negativen Erwartungen nimmt spĂŒrbar zu: 31 Prozent rechnen mit schlechteren GeschĂ€ften (zuvor 26 Prozent), wĂ€hrend nur noch 13 Prozent eine Verbesserung erwarten (zuvor 16 Prozent). "FĂŒr die Betriebe zeichnet sich kein Licht am Horizont ab", sagte Wansleben. "Allenfalls könnte die kĂŒrzliche Zinssenkung der EZB ein erster Hoffnungsschimmer sein, wir sehen ihn aber noch nicht in unseren Zahlen."


