Immobilien: Mieten steigen 4%, Kaufpreise stagnieren bei 0,8%
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Kalkulation der Rentabilität von Immobilien wird zunehmend digital. Ein Beispiel: die App ImmoCalc der Develpmnt GmbH. Sie bietet einen Berechnungs-Wizard, Dashboards und Werkzeuge für Cashflow-Analysen. Auch Sensitivitätsuntersuchungen und Datenexporte für Bankgespräche sind möglich.
Das Ziel: Komplexe Faktoren wie Instandhaltungskosten, Finanzierungszinsen und Steuern für den Nutzer greifbar machen.
Mieten steigen – Kaufpreise hinken hinterher
Die Nachfrage nach solchen Tools ist kein Zufall. Aktuelle Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen: Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Angebotsmieten bundesweit um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den großen Metropolen außerhalb der Top-7-Städte waren es sogar 4,9 Prozent.
Köln verzeichnete ein Plus von 7,9 Prozent, Hamburg von 5,5 Prozent. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Häuser legten dagegen nur um moderate 0,8 Prozent zu.
Viele Vermieter verlangen zu wenig – oder riskieren Ärger mit dem Mietspiegel 2026. Dieser kostenlose Report zeigt, wo Ihre Miete wirklich steht und wie Sie rechtssicher erhöhen dürfen. Mietspiegel-Analyse 2026 kostenlos herunterladen
Diese Entwicklung beeinflusst die Bruttorendite. Experten raten zur 1-Prozent-Regel: Die monatliche Bruttomiete sollte mindestens ein Prozent des Kaufpreises betragen. Nur so lässt sich ein positiver Cashflow sichern.
Regionale Unterschiede: Wo sich der Kauf lohnt
Der Postbank Wohnatlas 2026 zeigt ein differenziertes Bild. 2025 stiegen die Kaufpreise im Schnitt um 0,6 Prozent, die Einkommen dagegen um 9,4 Prozent. Die Folge: Die durchschnittliche Einkommensbelastung für den Kauf einer 70-Quadratmeter-Bestandswohnung sank von 18,4 auf 17,2 Prozent.
In 59 deutschen Regionen ist der Kauf einer Immobilie rechnerisch günstiger als die Miete.
Doch in Ballungsräumen bleibt die Belastung hoch. In Nordfriesland müssen Käufer 45,7 Prozent ihres Einkommens für die Finanzierung aufwenden, in München 41 Prozent und in Berlin 39,5 Prozent. Am günstigsten ist der Saale-Orla-Kreis mit 7,2 Prozent.
Um die Rentabilität Ihrer Immobilie langfristig zu sichern, spielen auch steuerliche Aspekte eine zentrale Rolle. Ein kostenloser PDF-Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Immobilienbesitzer von der degressiven AfA und Sonderabschreibungen profitieren. Steuervorteile durch Abschreibungen jetzt sichern
Frauen beim Immobilienerwerb benachteiligt
Trotz des Interesses an Immobilieninvestments gibt es weiterhin Zugangsbarrieren. Eine Umfrage des Finanzvermittlers Dr. Klein zeigt: Nur 29 Prozent der Frauen erwerben eine Immobilie allein, bei Männern sind es 41 Prozent.
Gründe sind unter anderem geringeres Eigenkapital durch Teilzeitarbeit und Defizite beim Finanzwissen. Rund 41 Prozent der befragten Frauen empfinden die Gestaltung einer Finanzierung als schwierig. Digitale Tools mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Checklisten könnten hier helfen.
Energetische Sanierung wird zum Renditefaktor
Auch technologische Innovationen in Gebäuden gewinnen an Bedeutung. Am 20. Juli 2026 startete eine neue Kohorte des Start-up-Programms AtechX. Beteiligt sind Unternehmen wie Aroundtown, Vonovia und LEG.
Das Ziel: den Primärenergieverbrauch senken. Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) schreibt eine Reduzierung um 16 Prozent bis 2030 vor. Für Investoren bedeutet das: Energetische Sanierungskosten müssen künftig fester Bestandteil jeder Renditeberechnung sein.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
