Frauen, Partnerschaften

Frauen sind in Partnerschaften selten die Hauptverdienerin

04.03.2025 - 08:32:39

In Beziehungen steuern MĂ€nner oft einen grĂ¶ĂŸeren Teil zur Haushaltskasse bei. Ein Grund: Frauen arbeiten hĂ€ufiger in Teilzeit. An der Einkommensverteilung hat sich seit Jahren kaum etwas geĂ€ndert.

Bei Paaren in Deutschland sind MĂ€nner nach wie vor meist die Hauptverdiener. Im vergangenen Jahr verdiente die Frau nur in jedem zehnten Paarhaushalt (10,3 Prozent) mehr als ihr Ehe- oder Lebenspartner, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Bei mehr als der HĂ€lfte (56,6 Prozent) der Beziehungen erzielte der Mann das höchste Einkommen im Haushalt. Ein Grund fĂŒr das Ungleichgewicht: Frauen arbeiten hĂ€ufiger in Teilzeit als MĂ€nner. Bei einem Drittel (33,1 Prozent) der Paare hatten beide Partner ein Ă€hnlich hohes Einkommen.

Als Haupteinkommensperson zÀhlen die Wiesbadener Statistiker diejenige Person, deren Anteil des persönlichen Nettoeinkommens am Gesamteinkommen des Paares 60 Prozent oder mehr betrÀgt.

Einkommensverteilung seit Jahren kaum verÀndert

Etwas weniger ausgeprÀgt, aber immer noch sehr deutlich, ist der Unterschied bei Paaren ohne Kinder. Dort sind Frauen in 11,8 Prozent der Haushalte diejenigen mit dem höheren Einkommen. MÀnner sind es in 51,1 Prozent der FÀlle.

Insgesamt hat sich den Zahlen des Bundesamtes zufolge die Verteilung der Haushaltseinkommen in den vergangenen Jahren kaum verĂ€ndert: Der Anteil der Frauen als Hauptverdienerin liegt seit 2021 (10,5 Prozent) auf einem Ă€hnlichen Niveau. Leicht zurĂŒckgegangen ist im selben Zeitraum der Anteil der mĂ€nnlichen Hauptverdiener, dieser lag 2021 noch bei 58,8 Prozent.

@ dpa.de