Kreise: Koalitions-UnterhÀndler wollen Heizungsgesetz abschaffen
25.03.2025 - 09:50:30 | dpa.deWie das Portal "Table Media" berichtete, einigte sich darauf die Arbeitsgruppe Verkehr und Infrastruktur, Bauen und Wohnen. Der Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen der Arbeitsgruppe bestÀtigt.
Das bedeutet aber keine endgĂŒltige Einigung, ĂŒber das Papier beraten nun die Chefverhandler der Parteien. Generell stehen zudem VorschlĂ€ge aus den Arbeitsgruppen unter Finanzierungsvorbehalt.
Neues Gesetz geplant
Laut Portal soll ein neues Gesetz geschaffen werden, das einen Paradigmenwechsel weg von einer kurzfristigen Energieeffizienzberatung beim EinzelgebÀude hin zu einer langfristigen Betrachtung der Emissionseffizienz vollzieht. Die Heizungsförderung solle fortgesetzt werden.
Das wĂŒrde bedeuten, dass im GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) - oft als Heizungsgesetz bezeichnet -, vor allem viel kritisierte kleinteilige Regelungen zum Heizungstausch abgeschafft werden.
GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzende warnt
GrĂŒnen-Fraktionschefin Katharina Dröge warnte, mit einer Abkehr von dem Gesetz wĂŒrden sich CDU-Chef Friedrich Merz und sein SPD-Kollege Lars Klingbeil auch vom Klimaziel Deutschlands fĂŒr das Jahr 2030 verabschieden.
"Deutschland hĂ€ngt beim Klimaschutz im GebĂ€udebereich ohnehin hinterher - RĂŒckschritte wĂ€ren hier verantwortungslos", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zudem entstĂŒnde Chaos bei Millionen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Kommunen und Unternehmen. "So etwas ist Gift fĂŒr die Wirtschaft."
Umstrittenes Gesetz
Das neue GebĂ€udeenergiegesetz ist seit Anfang 2024 in Kraft. Vorausgegangen waren lange und harte Verhandlungen innerhalb der Ampel-Koalition. Ziel ist mehr Klimaschutz im GebĂ€udebereich durch einen schrittweisen Austausch von Ăl- und Gasheizungen. Diesen fördert der Staat mit Milliardensummen. Funktionierende Heizungen können weiter betrieben werden.
Im Wahlprogramm der Union hieĂ es: "Wir schaffen das Heizungsgesetz der Ampel ab. Mit dem bĂŒrokratischen Reinregieren in den Heizungskeller muss Schluss sein. Wir fördern technologieoffen emissionsarme WĂ€rmelösungen." In der SPD gibt es ebenfalls Stimmen fĂŒr eine GEG-Reform.
Laut "Table Media" hat die Union in der Arbeitsgruppe im Gegenzug zugestimmt, dass mittelfristig eine Verdopplung des bestehenden Programms "Junges Wohnen" mit derzeit 500 Millionen Euro geplant ist. Die SPD hatte sich im Wahlprogramm dafĂŒr ausgesprochen, dass Studierende und Azubis fĂŒr ein WG-Zimmer möglichst nicht mehr als 400 Euro zahlen.
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