Schwedische, Entscheidung

Schwedische Entscheidung zu Nord-Stream-Ermittlungen steht bevor

05.02.2024 - 15:58:22

In den noch immer ungeklĂ€rten Fall um die Sabotage an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 dĂŒrfte zumindest von schwedischer Seite aus in KĂŒrze Bewegung kommen.

Der in Schweden mit den Untersuchungen betraute Staatsanwalt Mats Ljungqvist sagte der Zeitung "Expressen", er wolle in den kommenden Tagen eine Entscheidung in der Angelegenheit treffen.

Er könne noch nicht sagen, ob es Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag werde, aber ein Entschluss stehe bevor, wurde er am Montag von dem Blatt zitiert. Die schwedische Staatsanwaltschaft teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, dass eine Entscheidung innerhalb der nÀchsten Tage erwartet werde und diese nur die schwedischen Ermittlungen betreffe.

Details ließ Lungqvist offen. Ob er also beispielsweise beschließen wird, die Ermittlungen einzustellen, Anklage zu erheben oder einen möglichen internationalen Haftbefehl gegen TatverdĂ€chtige auszustellen, ist damit offen.

Am 26. September 2022 waren mehrere Explosionen in der NÀhe der dÀnischen Ostsee-Insel Bornholm registriert und wenig spÀter vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen der Nord-Stream-Pipelines entdeckt worden. In Schweden wurden daraufhin ebenso Ermittlungen aufgenommen wie in Deutschland und in DÀnemark. Ljungqvist bestÀtigte im November 2022 die von Anfang an gehegte Vermutung, dass es sich um Sabotage handelte. Analysen hÀtten Sprengstoffreste an mehreren Fremdkörpern gezeigt, erklÀrte er.

In einem gemeinsamen Brief an den Weltsicherheitsrat schrieben die UN-Botschaften Deutschlands, DĂ€nemarks und Schwedens im Sommer 2023, die Ermittler hĂ€tten Sprengstoffspuren auf einer verdĂ€chtigen Segeljacht entdeckt. Es bestehe der Verdacht, dass diese zum Transport des bei der Sabotage eingesetzten Sprengstoffs genutzt worden sei, hieß es in dem Schreiben, in dem aber auch betont wurde: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht möglich, die IdentitĂ€t der TĂ€ter und ihre Motive zuverlĂ€ssig zu klĂ€ren, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob der Vorfall von einem Staat oder einem staatlichen Akteur gesteuert wurde."

@ dpa.de