ROUNDUP, LĂ€nder

LĂ€nder drĂ€ngen auf Stromsteuersenkung fĂŒr alle

13.07.2025 - 15:05:02

In der Debatte um die versprochene Absenkung der Stromsteuer fĂŒr alle wĂ€chst der Druck auf die Bundesregierung.

Nach Ansicht des rheinland-pfĂ€lzischen MinisterprĂ€sidenten Alexander Schweitzer (SPD) sollte die Steuer möglichst bald gesenkt werden. ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) erwartet nach eigenen Worten eine zeitnahe Stromsteuersenkung.

Schweitzer sagte der Deutschen Presse-Agentur in Mainz: "Es muss auf jeden Fall noch einmal darĂŒber nachgedacht werden, ob man nicht diese Entlastung fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auch erreichen kann." Die Bundesregierung mĂŒsse dem eigenen Koalitionsvertrag gerecht werden. Einen Zeitpunkt nannte er nicht. "Ich will aber auch darauf hinweisen, dass BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie das Handwerk auch jetzt schon eine Entlastung bei den Energiekosten erhalten: durch das Absenken der Netzentgelte und den Wegfall der Gasumlage."

Die Spitzen von Union und SPD hatten im Koalitionsausschuss entschieden, dass es vorerst keine Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle Firmen sowie fĂŒr private Haushalte geben soll. Das jedoch hatten CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag angekĂŒndigt - allerdings unter Finanzierungsvorbehalt. Auch fĂŒhrende CDU-Politiker pochen auf die Einhaltung des Koalitionsvertrages.

Schweitzer mahnte, Menschen hĂ€tten momentan sehr wenig VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wenn Meinungsunterschiede öffentlich ausgetragen wĂŒrden, ohne dass danach Ergebnisse kĂ€men.

ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) setzt die Bundesregierung bei der Stromsteuer und der Reform der Bund-LĂ€nder-Finanzen unter Druck. "Ich erwarte, dass die Stromsteuersenkung fĂŒr alle zeitnah kommt", sagte Voigt dem Nachrichtenportal "t-online". "Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass der Bundestag nach der Sommerpause in den Haushaltsberatungen noch eine Lösung findet. SpĂ€testens nĂ€chstes Jahr im Haushalt fĂŒr 2027 muss die Stromsteuersenkung fĂŒr alle kommen."

Voigt lobte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dafĂŒr, mit den LĂ€ndern gemeinsam Politik fĂŒr Deutschland machen zu wollen. Der Wille mĂŒsse aber auch genutzt werden, um Probleme zu lösen. "Seit Jahren ist es so, dass in Berlin Entscheidungen getroffen werden und sich niemand darum schert, was das fĂŒr Kommunen und LĂ€nder bedeutet", kritisierte Voigt. Es braucht aus Voigts Sicht "eine echte Staatsreform" und eine Neuordnung der Bund-LĂ€nder-Finanzen. "Es muss das Prinzip gelten: Wer bestellt, der bezahlt", sagte Voigt. "Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass die LĂ€nder fĂŒr ihre AusfĂ€lle bei den Steuersenkungen zunĂ€chst kompensiert werden, spĂ€ter aber den Bund mit RĂŒckzahlungen unterstĂŒtzen, wenn das Wirtschaftswachstum ankommt."

@ dpa.de