Faeser, Gegenwind

Faeser bekommt Gegenwind aus der Wirtschaft wegen Grenzkontrollen

26.09.2023 - 11:46:26

In der Wirtschaft stoßen die PlĂ€ne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) fĂŒr stationĂ€re Grenzkontrollen an der polnischen und tschechischen Grenze auf Widerstand.

Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, warnte vor den Folgen fĂŒr GeschĂ€ftsleute, Dienstleister, Handwerker oder Touristen. Diese profitierten von offenen Grenzen ebenso wie der lokale Einzelhandel, sagte Treier dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).

"StationĂ€re Kontrollen bringen den Reise- und Warenverkehr zwar nicht zum Erliegen, fĂŒhren aber zwangslĂ€ufig zu Verzögerungen." Hier mĂŒsse die Politik "sehr sensibel" vorgehen, mahnte Treier. "Das Ziel, die SchleuserkriminalitĂ€t zu bekĂ€mpfen, sollte stark im Blick behalten, die Lieferungen unserer Exporteure zu gewĂ€hrleisten und Just-in-time-Lieferungen in konjunkturell angespannten Zeiten nicht zu verteuern." Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) schloss sich der Warnung des PrĂ€sidenten des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, an. Dieser hatte im "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vor zusĂ€tzlichen Hemmnissen fĂŒr den freien Warenverkehr gewarnt und erklĂ€rt: "Lange Lkw-Staus an den Grenzen wĂ€ren ein Albtraum fĂŒr die Lieferkette." Auch Huster wies auf die Bedeutung des freien Warenverkehrs im europĂ€ischen Binnenmarkt hin, der ein "wesentlicher Baustein fĂŒr arbeitsteiliges Wirtschaften in Europa" sei. Die Bundesregierung mĂŒsse daher die Risiken unterbrochener Lieferketten und steigender Logistikkosten bei ihren Entscheidungen "unbedingt" berĂŒcksichtigen. "Die negativen Auswirkungen der Grenzstaus wĂ€hrend der Coronakrise sind hoffentlich nicht vergessen", sagte Huster.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de