Immobilien, Daten

Immer mehr EinfamilienhÀuser in Fertigbauweise

13.06.2023 - 08:57:15

In Deutschland werden immer mehr EinfamilienhÀuser in Fertigbauweise errichtet.

Ihr Anteil stieg von 2012 bis 2022 von 15,3 auf 22,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Im Jahr 2022 wurden rund 17.600 EinfamilienhĂ€user in Fertigteilbau hergestellt - ein Plus von 3,0 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

Dagegen ging im selben Zeitraum der Neubau von EinfamilienhĂ€usern in konventioneller Bauweise zurĂŒck: um 2,7 Prozent auf rund 59.500. Insgesamt wurden im Jahr 2022 rund 20.400 WohngebĂ€ude im Fertigteilbau erreichtet. Dabei machten die EinfamilienhĂ€user mit 86,0 Prozent den grĂ¶ĂŸten Anteil aus. Danach folgten mit einem Anteil von 10,6 Prozent die ZweifamilienhĂ€user und mit 3,5 Prozent GebĂ€ude mit 3 oder mehr Wohnungen, einschließlich Wohnheime. Der Trend zum Fertighaus dĂŒrfte sich weiter fortsetzen: Im Jahr 2022 wurden mit rund 19.000 zwar deutlich weniger Baugenehmigungen fĂŒr EinfamilienhĂ€user im Fertigteilbau erteilt als im Vorjahr (-14,6 Prozent), allerdings fiel der RĂŒckgang geringer aus als bei den Baugenehmigungen fĂŒr konventionell geplante EinfamilienhĂ€user (-17,5 Prozent gegenĂŒber 2021). Zum RĂŒckgang der Bauvorhaben insgesamt dĂŒrften vor allem zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen und hohe Kosten fĂŒr Baumaterialien beigetragen haben, so die Statistiker. Deutliche Preissteigerungen bei Baumaterialien wie Holz, LieferengpĂ€sse sowie FachkrĂ€ftemangel - das blieb auch bei den FertighĂ€usern nicht ohne Auswirkungen auf die Preise. Im Jahr 2022 stiegen die Baupreise fĂŒr EinfamilienfertighĂ€user um 15,2 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2021. Das ist die höchste gemessene Preissteigerung gegenĂŒber einem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 1968. Im Zehnjahresvergleich verteuerte sich der Bau von EinfamilienfertighĂ€usern um 65,6 Prozent, so die Behörde.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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