EuropĂ€ischer Wohnungsbau kĂŒhlt sich ab
19.07.2023 - 09:11:37In Deutschland ist ein RĂŒckgang von 32 Prozent zu erwarten, wie aus Berechnungen der Forschergruppe Euroconstruct, der das Ifo-Institut angehört, hervorgeht. "Neben der abrupten Zinswende und dem Kostensprung fĂŒr Bauleistungen fĂŒhrt die allgemeine Verunsicherung ĂŒber die mittelfristige Entwicklung der Immobilienpreise bei Bauherren und Interessenten zu ausgeprĂ€gter ZurĂŒckhaltung", sagte Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister.
Einen besonders krĂ€ftigen RĂŒckgang fertiggestellter Wohnungen haben in den Jahren 2023 bis 2025 auch Schweden (-39 Prozent), DĂ€nemark (-33) und Ungarn (-29) zu erwarten. "Ăber eine attraktive Neubauförderung berichtet derzeit nur rund ein Drittel der LĂ€nderexperten", so Dorffmeister. Positive Impulse kommen aus Irland (+17 Prozent), Portugal (+15), Spanien (+12) und der Slowakei (+11). Laut der Ifo-Konjunkturumfrage im Juni hat sich der Auftragsmangel im deutschen Wohnungsbau weiter verschĂ€rft: 34,5 Prozent der befragten Firmen berichten, sie hĂ€tten zu wenig AuftrĂ€ge. Im Mai waren es 33,9 Prozent. Das ist der höchste Wert seit April 2010. Mit 19,2 Prozent wurde bei den Stornierungen bestehender AuftrĂ€ge ein neuer Rekordwert erreicht, nach 17,8 im Mai.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


