Fiskalrat: Ăsterreich vor hohem Budget-Defizit
05.11.2024 - 14:58:16 | dpa.deDamit korrigierten die SchuldenwĂ€chter ihre jĂŒngste Prognose deutlich nach oben. Grund seien der Anstieg von Staatsausgaben, aber auch geringere Einnahmen durch Rezession und Steuersenkungen. Die Einleitung eines Defizitverfahrens der EU sei daher wahrscheinlich, hieĂ es bei einer Pressekonferenz. Nach den Maastricht-Regeln in der EU darf das Budget-Defizit nicht ĂŒber drei Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.
Zugleich werde die Schuldenquote Ăsterreichs trotz der niedrigen Zinsausgaben steigen. Die Experten rechnen mit 79,7 Prozent (2024) und 81,6 Prozent des BIP im nĂ€chsten Jahr. Auch hier liege das Land deutlich ĂŒber dem Maastricht-Referenzwert von 60 Prozent.
Es bestehe dringender Konsolidierungsbedarf, sagte Fiskalratschef Christoph Badelt an die Adresse der kĂŒnftigen Regierung. Wichtig sei auch, den Weg der Konsolidierung zu gehen "ohne das zarte PflĂ€nzchen der konjunkturellen Erholung zu zerstören." Nach der Nationalratswahl vom 29. September sondieren konservative ĂVP und sozialdemokratische SPĂ eine etwaige Zusammenarbeit. Eine Einigung gilt als schwierig.
