Deutschland, Arbeit

Bedeutung auslÀndischer BeschÀftigter steigt

27.01.2026 - 04:10:05

In vielen Branchen und Betrieben geht es lÀngst nicht mehr ohne auslÀndische FachkrÀfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

  • Ein BeschĂ€ftigrer aus Gambia in einer Firma in Deutschland. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

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  •  Viele Unternehmen suchen BeschĂ€ftigte - auch aus dem Ausland. (Symbolbild) - Foto: Daniel Naupold/dpa

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  • Daniel Terzenbach vom Vorstand der Bundesagentur fĂŒr Arbeit setzt sich fĂŒr verstĂ€rkte Jobmarktintegration ein. (Archivbild) - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Ein BeschĂ€ftigrer aus Gambia in einer Firma in Deutschland. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa Viele Unternehmen suchen BeschĂ€ftigte - auch aus dem Ausland. (Symbolbild) - Foto: Daniel Naupold/dpaDaniel Terzenbach vom Vorstand der Bundesagentur fĂŒr Arbeit setzt sich fĂŒr verstĂ€rkte Jobmarktintegration ein. (Archivbild) - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

AuslĂ€ndische Staatsangehörige haben in den vergangenen Jahren eine wachsende Rolle bei der BeschĂ€ftigung in Deutschland gespielt. Zuletzt wurde BeschĂ€ftigungswachstum laut Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) nur noch durch AuslĂ€nderinnen und AuslĂ€nder getragen, wie die BA in einer Zusammenstellung anlĂ€sslich einer Konferenz «Migration und Arbeit» heute in Berlin betont. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 

WĂ€hrend es immer weniger BeschĂ€ftigte mit deutscher Staatsangehörigkeit gebe, wĂŒchsen die Anteile bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit auslĂ€ndischem Pass, so die BA. 

Bei der BeschĂ€ftigung hatte es seit 2021 einen positiven Trend gegeben. 2025 waren laut einer SchĂ€tzung des Statistischen Bundesamtes rund 46,0 Millionen Menschen erwerbstĂ€tig. Das waren 5.000 Personen weniger als im Jahr zuvor. Zuletzt hatte es im Corona-Jahr 2020 einen RĂŒckgang gegeben.

Anteil der AuslÀnder wÀchst 

Laut Bundesagentur hatte im Jahr 2015 knapp jeder zehnte BeschÀftigte eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit. Aktuell liege der Anteil bei 17 Prozent, also mittlerweile jeder sechste BeschÀftigte. Dabei verschieben sich die Herkunftsregionen, wie die Behörde feststellt. 

Über viele Jahre hĂ€tten vor allem BeschĂ€ftigte aus der EU zum BeschĂ€ftigungsplus beigetragen. Seit 2024 aber sinken die Zahlen demnach: Übten 2023 noch 2,57 Millionen Arbeitnehmende aus der EU eine BeschĂ€ftigung in Deutschland aus, lag die Zahl zuletzt 30.000 darunter. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der BeschĂ€ftigten aus Drittstaaten laut der Bundesagentur von 2,74 Millionen auf 3,29 Millionen an. Die GrĂŒnde fĂŒr die Menschen sind dabei Erwerbsmigration oder Flucht und Vertreibung.

Weniger Deutsche - mehr AuslÀnder

Mittlerweile sind laut BA 1,2 Millionen Menschen aus den acht AsylherkunftslÀndern und mit ukrainischer Staatsangehörigkeit hierzulande beschÀftigt, gut eine Million in sozialversicherungspflichtiger BeschÀftigung. 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit sinkt seit 2023, vor allem wegen des Älterwerdens der Gesellschaft. Gingen 2022 laut BA noch 29,5 Millionen Deutsche einer BeschĂ€ftigung nach, sank die Zahl vergangenes Jahr auf 29,0 Millionen.

In der Konferenz, auf der auch Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) spricht, beraten die BA-VorstĂ€nde Vanessa Ahuja und Daniel Terzenbach mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden, Unternehmen und Wissenschaft die Arbeitsintegration von GeflĂŒchteten. Es geht auch um politische Initiativen wie den «Job-Motor», mit dem Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) FlĂŒchtlinge unter anderem aus der Ukraine verstĂ€rkt in Jobs bringen wollte, oder um die «Work-and-Stay-Agentur», die zur zentralen Anlaufstelle fĂŒr FormalitĂ€ten fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte werden soll.

«Weniger Zuwanderung - weniger Wohlstand»

Die Bundesagentur fordert «klare Akzente» bei der Arbeitsmarktintegration GeflĂŒchteter und der Erwerbsmigration aus Drittstaaten. So sprach sich Vanessa Ahuja vom BA-Vorstand etwa fĂŒr verbesserte Rahmenbedingungen aus, damit auch qualifizierte FachkrĂ€fte im Land bleiben. «Wer nach Deutschland kommt, will hier arbeiten – aber auch sicher leben und dazugehören», sagte Ahuja der dpa.

Ihr Vorstandskollege Daniel Terzenbach unterstrich: «Zuwanderung ist eine notwendige Voraussetzung fĂŒr die wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit und die soziale StabilitĂ€t unseres Landes.» Keine Zuwanderung bedeute weniger Wohlstand. «Vor dieser RealitĂ€t kann man nicht weglaufen.»

@ dpa.de

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