Influencer-Strafe: 36.000-Euro-Bußgeld wegen fehlender Werbekennzeichnung
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 23:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Amtsgericht Stuttgart hat am 3. Juli das Regelinsolvenzverfahren gegen die Beauty-Influencerin Hanadi Diab eröffnet. Grund ist eine Rekordstrafe der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) wegen wiederholter Verstöße gegen die Werbekennzeichnungspflicht.
Rekordbußgeld wegen fehlender Werbekennzeichnung
Die LFK verhängte gegen die 39-Jährige ein Bußgeld von 36.000 Euro. Inklusive Gebühren summiert sich die Forderung auf 37.803,50 Euro. Es ist das höchste Bußgeld, das jemals in Baden-Württemberg gegen einen Influencer verhängt wurde.
Die Verstöße ereigneten sich zwischen Mai und Juli 2025 auf Instagram. Diab veröffentlichte dort kommerzielle Inhalte, ohne sie als Werbung zu kennzeichnen. Noch im April 2026 wies sie die Vorwürfe in sozialen Netzwerken zurück – trotzdem wurde der Bußgeldbescheid rechtskräftig.
Werbliche Inhalte und Datenverarbeitung müssen im Netz strengen Regeln folgen – viele Unternehmer unterschätzen dabei die Risiken durch fehlende Dokumentation. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in 5 Schritten, wie Sie Ihre rechtlichen Pflichten einfach und sicher abhaken. In 5 Schritten DSGVO-konform: So haken Sie alle Pflichten schnell und einfach ab
Geschäftsbetrieb läuft weiter
Trotz des Insolvenzverfahrens kann Diab ihre Tätigkeit vorerst fortsetzen. Der gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter Johannes Hauser gab den Geschäftsbetrieb aus der Insolvenzmasse frei. Damit trägt Diab wieder die wirtschaftliche Verantwortung für ihre laufenden Aktivitäten. Auf Instagram folgen ihr rund 760.000 Menschen, auf TikTok etwa 139.000.
Signal an die Branche
Der Fall zeigt: Die Medienanstalten verschärfen die Aufsicht über digitale Werbeinhalte. LFK-Präsident Wolfgang Kreißig betonte die Bedeutung der Kennzeichnungspflicht. Transparenz sei essenziell für den Verbraucherschutz in sozialen Medien.
Nicht nur die Werbekennzeichnung, auch die allgemeine Datenschutz-Dokumentation wird immer stärker kontrolliert und kann bei Lücken hohe Bußgelder nach sich ziehen. Nutzen Sie diese kostenlose Excel-Vorlage, um Ihr Verarbeitungsverzeichnis zeitsparend und rechtssicher zu erstellen. DSGVO-Pflicht in wenigen Stunden erledigt: So erstellen Sie Ihr Verarbeitungsverzeichnis zeitsparend und rechtssicher
Influencer trügen eine Vorbildfunktion und geschäftliche Verantwortung. Die klare Trennung von redaktionellen Inhalten und bezahlter Werbung sei unverzichtbar. Mit der Höhe des Bußgeldes machen die Behörden deutlich: Wiederholte Verstöße bei hoher Reichweite werden konsequent verfolgt.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
