Infomaniak, Unterirdisches

Infomaniak D4: Unterirdisches Rechenzentrum spart 58.000 Tonnen CO2

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 17:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sechs Unternehmen kĂ€mpfen in zwei Kategorien um den Green Business Award. Die Jury unter Doris Leuthard prĂ€miert Lösungen, die Ökologie und Wirtschaft verbinden.

Green Business Award: Sechs Finalisten fĂŒr nachhaltige Innovationen
Ein stilisiertes, grĂŒn leuchtendes TrophĂ€e, umgeben von abstrakten Darstellungen nachhaltiger Innovationen wie Server, GebĂ€ude und BlĂ€tter. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sechs Unternehmen kĂ€mpfen in zwei Kategorien um die Auszeichnung. Der Wettbewerb unter Vorsitz von Alt-BundesrĂ€tin Doris Leuthard wĂŒrdigt Lösungen, die ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden.

Unterirdisches Rechenzentrum und Kreislaufdruck

In der Kategorie fĂŒr etablierte Unternehmen und MittelstĂ€ndler stehen drei Finalisten. Infomaniak ist mit seinem unterirdischen Rechenzentrum D4 nominiert. Die AbwĂ€rme des Projekts soll rund 6.000 Wohnungen beheizen – ĂŒber 20 Jahre hinweg sollen so schĂ€tzungsweise 58.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Belimo Automation ist mit der Initiative RetroFIT+ im Finale. Das System steigert die Energieeffizienz in bestehenden GebĂ€uden. Die Druckerei Vögeli komplettiert das Feld: Sie produziert nach dem Cradle-to-Cradle-Gold-Standard, einem Konzept fĂŒr durchgĂ€ngige Kreislaufwirtschaft.

Essbare Beschichtung und biologisch abbaubares Polyester

In der Kategorie ScaleUps fĂŒr Wachstumsfirmen hat die Jury drei Unternehmen ausgewĂ€hlt. AgroSustain hat mit Afondo eine essbare Beschichtung entwickelt, die Lebensmittel lĂ€nger haltbar macht und AbfĂ€lle reduziert. OceanSafe ist mit naNeaÂź nominiert – einem biologisch abbaubaren Polyester als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen in der Textilindustrie.

Meteomatics vervollstĂ€ndigt das Feld. Das Unternehmen hat mit Euro1k ein Wettermodell entwickelt, das eine Auflösung von einem Kilometer bietet. Das ermöglicht prĂ€zisere Prognosen fĂŒr wetterabhĂ€ngige Wirtschaftszweige.

Die Preisverleihung erfolgt an zwei Terminen: Der Gewinner der Kategorie KMU/Corporates wird Anfang September in Luzern gekĂŒrt, die ScaleUps im Februar 2027 in Gstaad.

Dekarbonisierung ohne Eigeninvestitionen

Parallel zu den Auszeichnungen zeigt der Markt einen Trend zu Dienstleistungsmodellen fĂŒr industrielle Nachhaltigkeit. E.ON Energy Infrastructure Solutions und der Industriedienstleister Leadec bieten Unternehmen in acht europĂ€ischen LĂ€ndern die Dekarbonisierung von Fabriken ohne Eigeninvestitionen an.

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Im Contracting-Modell ĂŒbernimmt der Energieversorger die Finanzierung und den Betrieb, der Dienstleister Installation und Wartung. Aktuell laufen bereits 80 solcher Projekte – darunter die Ausstattung eines Automobilwerks im ungarischen Debrecen mit 71.000 Solarmodulen und einer Leistung von 43 Megawatt.

Digitale Simulation senkt CO2 in der Greiferproduktion

Auch in der Produktionstechnik gewinnen digitale Werkzeuge an Bedeutung. Eine Kooperation zwischen SCHUNK und CADFEM zeigt: Die digitale Simulation bei der Werkstoffauswahl kann die CO2-Emissionen in der Greiferproduktion um bis zu 40 Prozent senken. Erreicht wird das durch SekundÀrmaterialien und additive Fertigungsverfahren.

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Neue Auszeichnungen adressieren zudem spezifische Branchen. Der Freie Verband Deutscher ZahnĂ€rzte hat die Bewerbungsphase fĂŒr den ersten GREEN DENTISTRY Award gestartet. Der Preis fördert Innovationen und Ressourcenschonung in Zahnarztpraxen. Bewerbungen sind bis Ende August möglich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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