Donald Trump und Xi Jinping telefonieren
05.06.2025 - 15:51:11Das berichtete Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Konkrete Details zum Inhalt des GesprÀchs wurden bislang nicht bekannt.
Vom WeiĂen Haus gab es zu dem Telefonat zunĂ€chst keine BestĂ€tigung. Am Vortag hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social erklĂ€rt, dass er Xi möge, es aber "auĂergewöhnlich schwierig" sei, mit dem chinesischen Amtskollegen einen "Deal" zu machen.
Es war das erste bekannte Telefonat der beiden PrĂ€sidenten seit Trumps Amtsantritt im Januar. Sie hatten wenige Tage vor Trumps Vereidigung miteinander gesprochen, nicht aber danach - soweit öffentlich bekannt ist. Der US-PrĂ€sident hatte in den vergangenen Monaten jedoch ausweichend auf Nachfragen zu einem etwaigen GesprĂ€ch mit Xi reagiert und offen gelassen, ob es in der Zwischenzeit womöglich doch einen direkten Austausch mit dem chinesischen PrĂ€sidenten gegeben haben könnte. Ăblicherweise informieren Regierungszentralen nach GesprĂ€chen zwischen Staats- und Regierungschefs öffentlich ĂŒber solche Schalten.
Der Ton hatte sich zuletzt verschÀrft
Ein direkter Austausch der beiden PrĂ€sidenten hat wegen des schweren Handelskonflikts beider LĂ€nder besonderes Gewicht. Trump fĂ€hrt seit seinem Amtsantritt einen harten handelspolitischen Kurs gegenĂŒber China und hat den seit Jahren schwelenden Konflikt beider Staaten noch einmal deutlich verschĂ€rft - auch wenn er regelmĂ€Ăig betont, ein gutes VerhĂ€ltnis zu Xi zu haben. Zwischenzeitlich hatte der Republikaner Strafzölle auf Einfuhren aus China in die USA in mehreren Schritten auf schwindelerregende 145 Prozent erhöht, worauf Peking wiederum mit Gegenzöllen reagierte.
Zwar hatten beide Seiten Mitte Mai eine Pause in der Eskalationsspirale eingelegt und sich zumindest vorĂŒbergehend auf eine gegenseitige Senkung von Strafzöllen geeinigt. Zuletzt war der Ton jedoch wieder rauer geworden - und die zugrundeliegenden Meinungsverschiedenheiten sind keineswegs gelöst.
Im US-Senat wird zudem ein neues Sanktionspaket gegen Russland vorbereitet, das sich laut dem republikanischen Senator Lindsey Graham gezielt gegen LĂ€nder richtet, die weiterhin russisches Ăl, Gas und andere Energieprodukte abnehmen. China wĂ€re demnach von den geplanten StrafmaĂnahmen besonders betroffen.

