Welche BundeslÀnder am meisten unter Trumps Zöllen leiden
07.07.2025 - 13:16:12Niedersachsen, Baden-WĂŒrttemberg und das Saarland leiden am stĂ€rksten unter der Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump. Sie verlieren einer aktuellen Auswertung des Ifo-Instituts mit drei verschiedenen Szenarien am stĂ€rksten an industrieller Wertschöpfung, je nach Land und Szenario zwischen 1,7 und 3 Prozent. Sachsen-Anhalt und die anderen norddeutschen LĂ€nder schrumpfen dagegen am wenigsten.Â
«Entscheidend sind strukturelle Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern wie eine starke PrĂ€senz der Automobilindustrie», sagt Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. Dementsprechend sind auch Bremen und Bayern, in denen es ebenfalls eine starke PrĂ€senz der Autoindustrie gibt, nur minimal schwĂ€cher betroffen als die drei bereits genannten LĂ€nder.Â
Ausnahme Hamburg
Die groĂe Ausnahme ist Hamburg: In einem der drei Szenarien profitiert es, in einem leidet es zumindest nicht. «Der industrielle Fokus Hamburgs auf den sonstigen Fahrzeugbau, unter den auch der Schiffbau fĂ€llt, könnte die negativen Zolleffekte der anderen Industrien kompensieren», sagt Marcel Thum, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Dresdener Ifo-Niederlassung.Â
In der Studie untersuchten die Ifo-Experten drei Szenarien:Â
- Lediglich produktspezifische Zölle.
- Eine Mischung aus dem Basiszoll von 10 Prozent mit zusÀtzlichen produktspezifischen Zöllen, beispielsweise auf Stahl und Autos.
- Die von Trump als reziprok bezeichneten Zölle - also fĂŒr die EU 50 Prozent mit produktspezifischen Ausnahmen.
FĂŒr die meisten LĂ€nder wĂ€ren die produktspezifischen Zölle dabei die ertrĂ€glichste Variante. Niedersachsen hat hier mit 2 Prozent das gröĂte Minus, Hamburg sogar ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Das untere Szenario ist dagegen meist das schlimmste mit RĂŒckgĂ€ngen von bis zu 3 Prozent in Baden-WĂŒrttemberg und dem Saarland. Hamburg kommt hier mit minus 1,5 Prozent ebenfalls am besten davon. Entscheidend werde sein, welche Zollpolitik die US-Regierung nach Ablauf der 90-tĂ€gigen Verhandlungspause verfolgt, heiĂt es vom Ifo.


