Deutschland, Bundesbank

Bundesbank warnt vor wachsenden Risiken fĂŒr Banken

06.11.2025 - 10:30:09 | dpa.de

Insgesamt stehen Deutschlands Banken gut da. Doch es gibt reichlich Risiken. Und bisweilen werden sie unterschÀtzt, warnt die Bundesbank.

  • Bundesbank: Risiken fĂŒr das deutsche Finanzsystem haben sich erhöht. (Symbolbild) - Foto: Boris Roessler/dpa
  • Die Deutsche Bundesbank legt zum 20. Mal ihren FinanzstabilitĂ€tsbericht vor. (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa
  • Der Markt fĂŒr Gewerbeimmobilien ist seit lĂ€ngerer Zeit unter Druck. (Symbolbild) - Foto: Paul Zinken/dpa
Bundesbank: Risiken fĂŒr das deutsche Finanzsystem haben sich erhöht. (Symbolbild) - Foto: Boris Roessler/dpa Die Deutsche Bundesbank legt zum 20. Mal ihren FinanzstabilitĂ€tsbericht vor. (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa Der Markt fĂŒr Gewerbeimmobilien ist seit lĂ€ngerer Zeit unter Druck. (Symbolbild) - Foto: Paul Zinken/dpa

Zollkonflikte, Konjunkturflaute, KreditausfĂ€lle - die Bundesbank warnt vor wachsenden Risiken fĂŒr Deutschlands Banken. «In der Gesamtschau hat sich das makrofinanzielle Umfeld im vergangenen Jahr spĂŒrbar verschlechtert, insbesondere angesichts hoher Unsicherheit und damit einhergehender Risiken», heißt es im FinanzstabilitĂ€tsbericht 2025 der Notenbank.

Die Gefahr, dass Kredite nicht zurĂŒckgezahlt werden, nehme angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfelds seit einiger Zeit zu. Und die Risiken im KreditgeschĂ€ft könnten nach EinschĂ€tzung der Bundesbank im Zusammenhang mit konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen weiter steigen.

Insgesamt sei die Kapitalausstattung der deutschen Banken zwar solide, konstatiert die Bundesbank. Allerdings dĂŒrfe die WiderstandsfĂ€higkeit insbesondere großer Institute nicht ĂŒberschĂ€tzt werden, weil deren Risiken auf dem Papier möglicherweise kleiner aussehen, als sie in Wirklichkeit sind. Dass sich die Ertragslage der GeldhĂ€user positiv entwickelt habe, könne auch dazu fĂŒhren, dass Risiken unterschĂ€tzt werden, warnt die Bundesbank.

Lage bei Gewerbeimmobilien bleibt fragil

Bei Gewerbeimmobilien sieht die Bundesbank zwar eine Entspannung, gibt aber keine Entwarnung: «Die Preise am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt haben sich zuletzt stabilisiert, jedoch bleibt die Lage insgesamt fragil.» Weil wegen des Homeoffice-Trends weniger BĂŒroflĂ€chen gebraucht werden, steht der Markt fĂŒr diese Immobilien in vielen LĂ€ndern seit lĂ€ngerem unter Druck. Auch etliche GeschĂ€fte stehen leer, weil Konsumenten reichlich im Internet einkaufen.

Entspannung stellt der Bericht auf dem Markt fĂŒr HĂ€user und Wohnungen fest: «Am Wohnimmobilienmarkt zeigen sich mit wieder steigenden Preisen und Transaktionen Anzeichen einer Erholung. Die Überbewertungen auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt haben sich im Jahr 2024 grĂ¶ĂŸtenteils abgebaut.»

Risikofaktor steigende Staatsverschuldung

Neue Risiken könnten die - auch wegen gewaltiger Milliardenausgaben fĂŒr die Verteidigung - wachsenden Schuldenberge der Staaten mit sich bringen. WĂ€hrend Deutschland trotz steigender Schuldenquote als solide aufgestellt gilt, bestehen in anderen EurolĂ€ndern grĂ¶ĂŸere Probleme, die Schulden abzutragen. 

Bundesbank-Vorstand Michael Theurer mahnt: «Damit die Schulden tragfĂ€hig bleiben, muss Europa ein dauerhaft stabiles Wirtschaftswachstum erzielen. Strukturreformen mĂŒssen durch glaubhafte, strikte Fiskalregeln flankiert werden.» Deutschland sei dabei «in besonderer Verantwortung als Vorbild und StabilitĂ€tsanker der WĂ€hrungsunion».

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