Intel, GeschÀftsprognose

Intel enttÀuscht Börse mit GeschÀftsprognose

26.01.2024 - 02:34:01

Intel-Chef Pat Gelsinger will dem Chip-Pionier zu altem Glanz verhelfen - doch es ist ein langer Weg. Die Prognose fĂŒr das laufende Vierteljahr fĂ€llt verhalten aus.

  • Die Anleger gehen mit der Intel-Aktie hart ins Gericht. - Foto: Fabian Sommer/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

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  • Die Anleger gehen mit der Intel-Aktie hart ins Gericht. - Foto: Christoph Dernbach/dpa

    Christoph Dernbach/dpa

Die Anleger gehen mit der Intel-Aktie hart ins Gericht. - Foto: Fabian Sommer/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpaDie Anleger gehen mit der Intel-Aktie hart ins Gericht. - Foto: Christoph Dernbach/dpa

Der Halbleiter-Riese Intel hat die Wall Street mit seinem Ausblick fĂŒr das laufende Quartal enttĂ€uscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel am Donnerstag um fast elf Prozent.

Intel stellte fĂŒr das laufende Vierteljahr Erlöse zwischen 12,2 und 13,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit gut 14 Milliarden Dollar gerechnet. Auch die Prognose fĂŒr den bereinigten Gewinn pro Aktie blieb deutlich unter den Erwartungen.

Intel-Chef will Wende schaffen

Die Prognose zeigt, dass Intel-Chef Pat Gelsinger bei der Umgestaltung des einst dominierenden Chipunternehmens noch viel Arbeit vor sich hat. Nicht nur bei Technik fĂŒr Rechenzentren ist die Konkurrenz stark. Gelsinger will die Wende mit neuen Produktionsprozessen fĂŒr effizientere Chips schaffen.

Im vergangenen Quartal steigerte Intel den Umsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (14,2 Mrd Euro) und ĂŒbertraf damit etwas die Markterwartungen. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 700 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Das sind die Probleme

Die Entwicklung einzelner Sparten zeigt, wo die Probleme liegen. Bei PC-Prozessoren stiegen die Erlöse mit der Erholung des Computer-Marktes um ein Drittel auf 8,8 Milliarden Dollar. Gelsinger geht davon aus, dass die VerkĂ€ufe von Personal Computern wieder auf etwa 300 Millionen GerĂ€te pro Jahr steigen. Intel will den Absatz mit dem Konzept des «KI-PC» befeuern, der besonders gut fĂŒr Anwendungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz ausgelegt sein soll.

Im GeschĂ€ft mit Technik fĂŒr Rechenzentren sank der Umsatz dagegen um zehn Prozent auf vier Milliarden Dollar. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Hier machte Intel zuletzt unter anderem der kleinere Rivale AMD zu schaffen. Außerdem ist mit zunehmender Nutzung von Anwendungen auf Basis kĂŒnstlicher Intelligenz der Halbleiterkonzern Nvidia mit seinen speziell darauf ausgerichteten Chips auf dem Vormarsch.

@ dpa.de