Intralogistik, Toyota

Intralogistik: Toyota setzt dekarbonisierten Stahl mit 75% CO?-Ersparnis ein

13.06.2026 - 08:11:49 | boerse-global.de

Autonome Transportsysteme und dekarbonisierte Werkstoffe prägen die Intralogistik. Toyota setzt als erster Hersteller auf grünen Stahl in der Serie.

Intralogistik-Trends: Autonome Stapler und grüner Stahl 2026
Intralogistik - Autonomer Gabelstapler hebt schwere Lasten in einer modernen, automatisierten Fabrikhalle, mit Fokus auf Technologie und Effizienz. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mitte Juni 2026 setzen Hersteller verstärkt auf autonome Transportsysteme und dekarbonisierte Werkstoffe.

Autonome Gabelstapler erobern die Fertigung

Ein zentraler Trend in der Intralogistik sind autonome Gabelstapler. Ein aktuelles Modell bewährt sich bei Automobilherstellern in Deutschland und den USA – speziell entwickelt für komplexe Fertigungsumgebungen. Die neue Variante ist mit einem Duplex-Mast für Hubhöhen über drei Meter ausgestattet.

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Die Auslieferung der ersten bestellbaren Einheiten startete im ersten Quartal 2026. Im Spätsommer soll das System auf Branchenmessen in der Schweiz einem breiteren Fachpublikum präsentiert werden.

Auch bei kleinteiligeren Lasten treiben Unternehmen die Automatisierung voran. In der Elektronikfertigung übernimmt ein neues System das automatisierte Entfernen und Einlegen von Gurtrollen in Feeder. Die Lösung ist seit Mai 2026 am Markt und lässt sich in bestehende Bestückungsautomaten und autonome mobile Roboter integrieren.

In der Batterierahmenfertigung setzen Hersteller verstärkt auf automatisierte Roboterzellen. Ein Projekt in Neenstetten erreicht eine jährliche Produktionsleistung von rund 500.000 Einheiten – Punktschweißen, Prüfen und Handhaben laufen vollständig automatisiert.

Grüner Stahl und elektrische Antriebe

Die Branche arbeitet intensiv an der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Toyota Material Handling gab Mitte Juni 2026 bekannt, als erster Hersteller dekarbonisierten Stahl in der Serienproduktion einzusetzen. Der Spezialstahl kommt in Gabeln und Rahmen von Handhubwagen sowie weiteren elektrischen Niederhubwagen-Modellen zum Einsatz.

Die CO?-Belastung bei der Herstellung sinkt dadurch um 75 Prozent. Toyota peilt bis 2041 eine Netto-Null-Emission an.

In Schweden testet man neue Wege in der Energieversorgung von Schwerlastfahrzeugen. In Ljungby wird ein konduktives Ladesystem auf einer 200 Meter langen elektrifizierten Straße erprobt. Das Projekt mit Beteiligung eines Terminaltraktor-Herstellers soll im Juni 2026 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse zur Machbarkeit dieser Technologie werden für den Herbst erwartet.

Ergänzend gewinnen biologisch abbaubare Hydraulikflüssigkeiten an Bedeutung.

Speziallösungen für Schwerstlasten

Für den Umschlag massiver Güter – etwa in der Papierindustrie – wurden neue Kransysteme vorgestellt. Sie decken einen Tragfähigkeitsbereich von 15 bis 100 Tonnen ab und verfügen über Spannweiten von bis zu 40 Metern. Solche Anlagen kommen unter anderem in großen Papierfabriken in China zum Einsatz.

Die präzise Erfassung von Lastgewichten bleibt kritisch. Neue Wägeplattformen aus Edelstahl decken Wägebereiche von 600 kg bis 6000 kg ab. Sie sind für hohe Hygienestandards ausgelegt, teilweise mit speziellen Hubmechanismen ausgestattet und bieten Schutzarten bis IP 69.

Für leichtere Lasten im manuellen Bereich bleiben kompakte Lösungen gefragt: Manuelle Hydraulikstapler mit 200 kg Tragfähigkeit eignen sich für einfache Hubaufgaben in Werkstätten und wiegen unter 50 kg.

Fortschritte in Beschichtungs- und Verbindungstechnik

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Auch in angrenzenden Bereichen gibt es Neuerungen. Ein führender Anlagenbauer stellte ein optimiertes Rotationsbeschichtungssystem vor. Durch kompaktes Design und ein neues Kurvenbahndesign wird der Verzicht auf Drehtische möglich.

Im Bereich Energie- und Infrastrukturtechnik präsentiert die Branche neue Verbindungstechnologien. Auf Fachmessen im Juni 2026 stehen starre und flexible Busbar-Lösungen sowie spezielle Batteriesteckverbinder im Fokus – entwickelt für moderne Energiespeichersysteme.

Gleichzeitig expandieren Spezialdienstleister für Pipeline-Schweißtechnologien in internationale Märkte. Ziel ist es, durch Kapazitätssteigerungen die regionale Gasversorgung zu sichern.

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