Iran beschieĂt auch Nordirak mit ballistischen Raketen
16.01.2024 - 05:56:18Die Attacke mit ballistischen Raketen sei Rache fĂŒr die Tötung von IRGC-Kommandeuren durch Israel, teilte das IRGC-Webportal in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) mit. Das Ziel in Iraks Kurdengebieten beschrieb die Revolutionsgarde als Spionagezentrale des israelischen Geheimdienstes Mossad. "Wir versichern unserem geliebten Volk, dass die Offensivoperationen der Revolutionsgarde so lange fortgesetzt werden, bis auch der letzte Tropfen Blut der MĂ€rtyrer gerĂ€cht ist", hieĂ es in einer ErklĂ€rung.
In der nordirakischen Stadt Erbil waren kurz vor Mitternacht laute Explosionen zu hören. In der NĂ€he eines neuen im Bau befindlichen US-Konsulats schlugen Augenzeugen zufolge mehrere Raketen ein. Sicherheitskreisen in Erbil zufolge kamen dabei vier Zivilisten ums Leben. FĂŒnf weitere sollen verletzt worden sein. Raketen seien auf Farmen nördlich von Erbil gefallen und hĂ€tten HĂ€user getroffen.
Die Lage in der Region ist seit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor mehr als drei Monaten Ă€uĂerst angespannt. Raketenangriffe durch die IRGC hat es seitdem nicht gegeben. Mit dem Iran verbĂŒndete militante Gruppen haben in den vergangenen Monaten jedoch oft Ziele in Syrien und im Irak angegriffen. Israel und die USA gelten seit der Islamischen Revolution von 1979 als Irans Erzfeinde. Am 25. Dezember wurde ein hochrangiger IRGC-Offizier in Syrien bei einem mutmaĂlich israelischen Luftangriff getötet. Teheran schwor daraufhin Rache.

