Bericht: Israel fordert Freilassung von 33 lebenden Geiseln
15.08.2024 - 11:13:20Israelische Vertreter hĂ€tten eine Namensliste als Bedingung fĂŒr eine Einigung genannt, berichtete die israelische Zeitung "Jediot Achronot" unter Berufung auf israelische Beamte, die an den Verhandlungen beteiligt sind. Israel wolle sich nicht in einer Situation wiederfinden, "in der die Hamas vor allem Leichen ĂŒbergibt".
Bei den 33 Geiseln soll es sich nach Medienberichten um humanitÀre FÀlle handeln, darunter Frauen und Kinder sowie Àltere und kranke Menschen. Auch Soldatinnen seien darunter.
Die Hamas hat nach israelischer ZĂ€hlung noch 115 Geiseln in ihrer Gewalt, von denen Israel 41 fĂŒr tot erklĂ€rt hat. Ăberdies dĂŒrften weitere Geiseln, deren Schicksal unbekannt ist, nicht mehr leben. Die "New York Times" hatte vor gut drei Monaten berichtet, die islamistische Terrororganisation Hamas habe UnterhĂ€ndler informiert, dass unter 33 Geiseln, die in einem ersten Schritt freigelassen werden könnten, auch Tote seien.
US-PrĂ€sident Joe Biden hatte im Mai einen Vorschlag zur Beendigung des Gaza-Kriegs in drei Phasen vorgestellt. Er sieht zunĂ€chst eine vollstĂ€ndige und uneingeschrĂ€nkte Waffenruhe von sechs Wochen vor. In diesem Zeitraum wĂŒrde eine bestimmte Gruppe von Geiseln freigelassen. Im Gegenzug wĂŒrden PalĂ€stinenser freikommen, die in Israel inhaftiert sind. Danach wĂŒrden die KĂ€mpfe dauerhaft eingestellt und die verbliebenen Geiseln freigelassen. In einer letzten Phase soll demnach der Wiederaufbau des Gazastreifens beginnen.
Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu wies VorwĂŒrfe zurĂŒck, nach Vorstellung des Plans noch neue Bedingungen gestellt zu haben.

