Tote, Angriffen

Erneut Tote bei Angriffen und KĂ€mpfen im Gazastreifen

09.07.2024 - 12:08:54

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele in mehreren Gebieten im Gazastreifen an.

Die palÀstinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, dabei seien 16 PalÀstinenser getötet und Dutzende verletzt worden.

Israels MilitĂ€r teilte mit, in der Stadt Gaza gegen Ziele der Hamas und des PalĂ€stinensischen Islamischen Dschihads (PIJ) vorzugehen. Die israelischen StreitkrĂ€fte seien dort seit einigen Tagen im Einsatz. "Bis jetzt haben die EinsatzkrĂ€fte Dutzende Terroristen eliminiert", hieß es in einer ErklĂ€rung.

Laut Wafa kamen bei einem israelischen Angriff auf ein GebĂ€ude in der Stadt sechs Menschen ums Leben. Retter hĂ€tten danach ein Kleinkind lebend geborgen. Dem Bericht zufolge gab es zudem weitere, teils tödliche Angriffe auf die Stadt im Norden des KĂŒstengebiets.

Die Armee setzt eigenen Angaben nach auch ihren Einsatz in dem Viertel Schedschaija in der Stadt Gaza sowie in Rafah im SĂŒden des Gazastreifens fort. Auch dort wurden nach Darstellung der Armee viele Terroristen getötet.

Israels Armee: Keine Evakuierung von Kliniken in Kampfgebieten

Wafa meldete unter Berufung auf medizinische Kreise, Israels Armee habe Mediziner des Al-Ahli-Krankenhauses in der Stadt Gaza gezwungen, die Klinik zu schließen. Nachdem die Umgebung der Klinik unter heftigen Beschuss gekommen sei, hĂ€tten alle Patienten und Vertriebene, die sich dort aufhielten, das Krankenhaus verlassen mĂŒssen. Israels MilitĂ€r bestritt die Darstellung.

Zwar seien Zivilisten als Vorsichtsmaßnahme aufgefordert worden, die Kampfgebiete der Stadt Gaza zu verlassen. Der Aufruf habe aber nicht fĂŒr KrankenhĂ€user und medizinische Einrichtungen gegolten. Die Armee habe Vertreter des palĂ€stinensischen Gesundheitssystems darĂŒber informiert, dass es nicht notwendig sei, Kliniken in dem Gebiet zu evakuieren. Etliche Menschen, darunter auch Patienten, hatten das Al-Ahli-Krankenhaus zuvor palĂ€stinensischen Angaben zufolge verlassen.

SĂ€mtliche Angaben ließen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig verifizieren.

@ dpa.de