Israels Armee: hochrangige Hamas-Mitglieder in Rafah getötet
20.03.2024 - 16:24:05Sie seien Vertreter der Hamas-FĂŒhrung in der Stadt im SĂŒden des KĂŒstengebiets gewesen, teilte das MilitĂ€r am Mittwoch mit. Die MĂ€nner wurden demnach am Montag bei Luftangriffen getötet. Sie seien Leiter des sogenannten NotfallbĂŒros der Hamas gewesen, das israelischen Medien zufolge unter anderem fĂŒr die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Gazastreifen zustĂ€ndig ist. Laut der Armee waren die MĂ€nner auĂerdem fĂŒr die Koordinierung der AktivitĂ€ten der Islamistenorganisation vor Ort zustĂ€ndig. Die Angaben waren zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen. Die Hamas bestĂ€tigte den Tod der drei MĂ€nner vorerst nicht.
Israels Armee zufolge soll in der vergangenen Woche zudem ein weiteres hochrangiges Hamas-Mitglied getötet worden sein. Der Mann soll demnach EinsĂ€tze der Islamisten in der Gegend geleitet hatte. Auch diese Angaben waren zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen. Die Hamas Ă€uĂert sich in der Regel nicht zu Mitgliedern, die getötet werden.
Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu hĂ€lt derzeit trotz internationalen Drucks an einer Bodenoffensive in der mit FlĂŒchtlingen ĂŒberfĂŒllten Stadt Rafah fest, um dort die letzten Bataillone der islamistischen Hamas zu zerschlagen. Er hatte in einem GesprĂ€ch mit US-PrĂ€sident Joe Biden aber dessen Aufforderung zugestimmt, eine Delegation nach Washington zu schicken. Dort wollen die USA Medienberichten zufolge Alternativen zu einer Bodenoffensive aufzeigen. Die USA sind demnach aber nicht gegen gezieltere EinsĂ€tze gegen die Hamas-FĂŒhrung in Rafah.
Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer PalĂ€stinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verĂŒbt hatten. Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer und der katastrophalen Lage im Gazastreifen steht Israel international immer stĂ€rker in der Kritik.
Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte am Mittwoch mit, binnen 24 Stunden seien im Gazastreifen 104 weitere Menschen getötet und 162 verletzt worden. Damit wurden nach Darstellung der Behörde seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als fĂŒnf Monaten insgesamt 31 923 Menschen im Gazastreifen getötet und 74 096 weitere verletzt. Auch diese Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

