Netanjahu, Sicherheit

Netanjahu: Werden fĂŒr Sicherheit im Grenzgebiet zum Libanon sorgen

05.06.2024 - 14:07:21

Israels MinisterprÀsident Benjamin Netanjahu hat angesichts der militÀrischen Spannungen an der Grenze zum Libanon die Kampfbereitschaft der israelischen Armee betont.

"Wer glaubt, er könne uns schaden und wir wĂŒrden darauf mit Nichtstun reagieren, macht einen großen Fehler", sagte Netanjahu am Mittwoch nach Angaben seines BĂŒros bei einem Besuch in dem besonders vom Beschuss aus dem Nachbarland betroffenen Ort Kirjat Schmona, wo er Soldaten und Feuerwehrleute traf.

Er lobte sie fĂŒr ihren Einsatz in dem Gebiet, wo laut israelischen Medienberichten Raketen- und Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz in den vergangenen Tagen BrĂ€nde ausgelöst hatten. Netanjahu fĂŒgte hinzu, Israel sei auf ein intensives Vorgehen im Norden des Landes vorbereitet. "Auf die eine oder andere Weise werden wir die Sicherheit im Norden wiederherstellen", sagte er.

Der israelische Generalstabschef Herzi Halevi hatte am Dienstag erklĂ€rt, man nĂ€here sich dem Punkt, an dem eine Entscheidung darĂŒber getroffen werden mĂŒsse, wie Israel mit dem zuletzt verstĂ€rkten Beschuss der Hisbollah umgehen werde. Die StreitkrĂ€fte stĂŒnden bereit fĂŒr eine solche Entscheidung: "Starke Verteidigung, Bereitschaft fĂŒr eine Offensive, wir nĂ€hern uns dem Moment einer Entscheidung."

Seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen vor fast acht Monaten kommt es tĂ€glich zu militĂ€rischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah-Miliz sowie anderen Gruppierungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Auf beiden Seiten gab es dabei Tote. In Ortschaften beiderseits der Grenze richtete der gegenseitige Beschuss schwere Zerstörungen an und löste BrĂ€nde aus. Rund 150 000 Menschen wurden in beiden LĂ€ndern evakuiert oder verließen das von den KĂ€mpfen betroffene Gebiet.

Die Hisbollah ist mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen verbĂŒndet, gilt aber als deutlich schlagkrĂ€ftiger. Israel will durch militĂ€rischen und diplomatischen Druck erreichen, dass sich die Hisbollah einer UN-Resolution entsprechend wieder hinter den 30 Kilometer von der Grenze entfernten Litani-Fluss zurĂŒckzieht. Es wird aber nicht damit gerechnet, dass die Hisbollah den Beschuss einstellt, solange der Gaza-Krieg andauert.

@ dpa.de