Israels, PrÀsident

Israels PrĂ€sident kĂŒndigt GesprĂ€che zur Regierungsbildung an

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 11:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Israels PrÀsident Izchak Herzog beginnt am Mittwoch seine Konsultationen zur Regierungsbildung mit den in die Knesset gewÀhlten Parteien.

Wie die israelische Tageszeitung "Haaretz" weiter berichtete, soll das Treffen live ĂŒbertragen werden.

Traditionell wĂ€hlt der PrĂ€sident den Kandidaten aus, dem er die besten Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit einrĂ€umt, anstatt automatisch den Vorsitzenden der grĂ¶ĂŸten Partei zu benennen.

Dies wĂ€re der amtierende MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu, dessen rechtskonservative Likud-Partei mit 27 von 120 Sitzen als stĂ€rkste Fraktion aus der Parlamentswahl am Dienstag hervorging. Der Oppositionskandidat Gadi Eisenkot kam mit seiner neu gegrĂŒndeten Partei Jaschar auf 21 Sitze.

Da weder das regierende BĂŒndnis noch der Oppositionsblock die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen erreichten, fĂŒhrt das Wahlergebnis zu einer parlamentarischen Pattsituation.

Die drei Möglichkeiten fĂŒr eine Regierungsbildung

Der vom PrĂ€sidenten beauftragte Kandidat erhĂ€lt dann 28 Tage Zeit, eine Koalition zu bilden - mit der Möglichkeit einer VerlĂ€ngerung um 14 Tage. Scheitert dieser Versuch, ĂŒbertrĂ€gt das Staatsoberhaupt den Auftrag fĂŒr 28 Tage an ein anderes Mitglied des Parlaments. Bleibt auch dieser Schritt erfolglos, können mindestens 61 Abgeordnete innerhalb von 21 Tagen eine Person vorschlagen, die anschließend 14 Tage Zeit fĂŒr die Regierungsbildung hat.

FĂŒhren alle drei Etappen nicht zu einer mehrheitsfĂ€higen Regierungskoalition, löst sich das Parlament automatisch auf. In diesem Fall schließen sich Neuwahlen innerhalb einer Frist von 90 Tagen an. PrĂ€sident Herzog hat erklĂ€rt, dass er Neuwahlen verhindern möchte.

Oppositionspolitiker stellt Bedingen fĂŒr Regierungsbeteiligung auf

In Tel Aviv demonstrierten Tausende Menschen fĂŒr eine Regierungsbeteiligung arabisch geprĂ€gter Parteien. Das BĂŒndnis Vereinte Liste und die islamisch-konservative Raam-Partei erreichten gemeinsam 19 Sitze und verdoppelten nahezu ihr Ergebnis der letzten Wahl von 2022.

Eisenkot knĂŒpfte noch einmal eine mögliche Regierungsbeteiligung an vier Bedingungen. Zu den Kernforderungen gehören die Verpflichtung auf Israel als jĂŒdischen, demokratischen und liberalen Staat mit rechtlicher Gleichstellung aller StaatsbĂŒrger sowie die Einstufung der Hamas als Terrororganisation mit dem Ziel, deren militĂ€rische Strukturen im Gazastreifen zu zerschlagen und sie von der politischen Macht auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, ob die arabischen Parteien allen Forderungen zustimmen.

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