So viel EntschÀdigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende
16.03.2026 - 08:18:10 | dpa.de
Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr mehr als 156 Millionen Euro EntschĂ€digung wegen VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen gezahlt - und damit deutlich weniger als noch ein Jahr zuvor. 2024 waren es noch fast 197 Millionen Euro. «Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine groĂen Sonderereignisse wie Streiks gab», sagte Michael Peterson, im Vorstand der Bahn fĂŒr den Fernverkehr zustĂ€ndig, der «SĂŒddeutschen Zeitung». «Trotzdem ist es fĂŒr uns eine groĂe finanzielle Belastung», so Peterson.Â
Wie die Bahn mitteilte, gingen 2025 rund 6,2 Millionen AntrĂ€ge auf EntschĂ€digung ein. Im Vergleich zu 2019 hat sich damit die EntschĂ€digungssumme und auch die Zahl der AntrĂ€ge in etwa verdreifacht. Damals zahlte die Bahn 52,6 Millionen Euro.Â
Bahn: HĂ€lfte der AntrĂ€ge werden in zwei Tagen bearbeitetÂ
Ein Grund fĂŒr die hohen EntschĂ€digungssummen sind die schlechten PĂŒnktlichkeitswerte der Bahn vor allem im Fernverkehr. Derzeit gibt es ab 60 Minuten VerspĂ€tung am Zielort 25 Prozent Erstattung und bei mehr als 120 Minuten VerspĂ€tung 50 Prozent fĂŒr die einfache Fahrt. Die PĂŒnktlichkeitsquote im Fernverkehr lag im Februar bei 59,4 Prozent - 40 Prozent der Halte wurden also mindestens 6:00 Minuten zu spĂ€t erreicht.Â
Die Bahn weist zudem die sogenannte ReisendenpĂŒnktlichkeit aus. Sie zeigt, wie viele FahrgĂ€ste mit maximal 14:59 Minuten VerspĂ€tung an ihrem gebuchten Zielbahnhof angekommen sind. Im Fernverkehr lag sie zuletzt bei lediglich 65,3 Prozent.Â
Der Bahn zufolge werden 76 Prozent aller EntschÀdigungsantrÀge digital eingereicht. Die HÀlfte aller AntrÀge könne innerhalb von zwei Tagen bearbeitet werden.
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