Streik in Italien: Chaos an FlughÀfen erwartet
15.07.2023 - 11:49:48Wegen Streiks an FlughĂ€fen und im Luftverkehr mĂŒssen sich FluggĂ€ste in Italien auf teils starke EinschrĂ€nkungen einstellen. Auch Reisende aus Deutschland sind betroffen.
Das Bodenpersonal, unter anderem zustĂ€ndig fĂŒr Abfertigungs- und Check-In-Dienste, streikt von 10 bis 18 Uhr. Rund 1000 Flugverbindungen sowie mehr als 250.000 Passagiere könnten von dem Ausstand betroffen sein, schĂ€tzte der italienische Verbraucherschutzverband Codacons.
Hunderte FlĂŒge - auch von und nach Deutschland - wurden bereits gestrichen. An den FlughĂ€fen wird Chaos erwartet. Einige Flugverbindungen etwa von Rom-Fiumicino nach MĂŒnchen, Köln, Hamburg oder Frankfurt fallen in dem Zeitraum des Ausstands aus. Ebenso vom Flughafen Mailand-Malpensa in Norditalien wurden FlĂŒge nach Deutschland gestrichen. AuĂerdem wurden FlĂŒge von deutschen FlughĂ€fen nach Italien gecancelt. Deutsche Reisende werden daher aufgefordert, sich ĂŒber den Status ihrer FlĂŒge zu informieren.
Piloten streiken
Italienische Medien warnen vor einem «schwarzen Samstag» im Flugverkehr. Denn zusĂ€tzlich zum Bodenpersonal streiken die Piloten von Malta Air, die in Italien die Ryanair-FlĂŒge steuern, von 12 bis 16 Uhr. Auch bei der Billigfluggesellschaft Vueling sind von 10 Uhr bis 18 Uhr Piloten und Flugbegleiter zum Streik aufgerufen. Europas gröĂte Direktfluggesellschaft Ryanair hatte zuvor mitgeteilt, dass wegen des Streiks mit FlugausfĂ€llen und EinschrĂ€nkungen auf FlĂŒgen von und nach Italien zu rechnen sei.
Nach einem landesweiten Bahnstreik am Donnerstag ist dies der zweite Ausstand in Italien, der Tausende Menschen betrifft und zu Problemen im öffentlichen Verkehr fĂŒhrt. Die Streiks treffen Italien mitten in der Hauptreisezeit und wĂ€hrend einer Hitzewelle mit hohen Temperaturen.
Auch Belgien betroffen
In Belgien fallen ebenfalls aufgrund von Streiks der Ryanair-Piloten mehrere FlĂŒge aus. 120 FlĂŒge vom und zum Flughafen BrĂŒssel-Charleroi seien davon betroffen, berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Piloten fordern demnach, dass ihre GehĂ€lter wieder auf das Niveau vor der Covid-19-Pandemie zurĂŒckgefĂŒhrt werden. WĂ€hrend der Pandemie hatten sie vorĂŒbergehende GehaltskĂŒrzungen akzeptiert, um Europas gröĂte Direktfluggesellschaft Ryanair zu unterstĂŒtzen. Die Piloten klagten auch ĂŒber Probleme mit ihren Ruhezeiten, wie belgische Medien berichteten.


