«Buy now, pay later»: Jeder Siebte verliert den Ăberblick
02.02.2026 - 15:35:25Bei Zahlungsmethoden wie «Jetzt kaufen, spĂ€ter bezahlen» oder englisch «Buy now, pay later» verlieren viele Verbraucher in Deutschland den Ăberblick. Das zeigt eine reprĂ€sentative Umfrage der Finanzaufsicht Bafin.Â
Demnach zahlen 20 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen 18 und 60 Jahren mit dieser Methode beim Online-Shopping. 14 Prozent von ihnen hĂ€tten schon einmal die Ăbersicht ĂŒber ihre offenen Rechnungen verloren. Bei den Unter-DreiĂigjĂ€hrigen waren es 24 Prozent, so die Umfrage, fĂŒr die im April 2025 knapp 5.000 Menschen online befragt wurden.
46 Prozent der Nutzer von «Buy now, pay later» (BNPL) gaben demnach durchschnittlich weniger als 100 Euro im Monat aus. Bei 26 Prozent waren es zwischen 101 Euro und 200 Euro und bei 17 Prozent zwischen 201 Euro und 500 Euro. Bei fĂŒnf Prozent ĂŒberstiegen die Ausgaben im Mittel 500 Euro. Die Befragten kauften online demnach vor allem Kleidung und Elektronik, aber auch Haushaltswaren, Möbel und Reisen.
Teils Bequemlichkeit, teils GeldnotÂ
Bei den GrĂŒnden stand nicht nur die spĂ€tere Zahlung im Vordergrund, sondern oft Bequemlichkeit. Bei den Nutzern von Kauf auf Rechnung oder gesammelter Monatsrechnung nannte die HĂ€lfte dieses Motiv. 30 Prozent wollten gezielt einen Zahlungsaufschub und 16 Prozent einkaufen, obwohl sie das nötige Geld nicht hatten. Bei den Ratenzahlern fanden laut Umfrage 39 Prozent diese Zahlungsart bequem, bei 29 Prozent fehlte das nötige Geld.
«Wenn das Geld bei FĂ€lligkeit fehlt, kann es schwierig werden», schreibt die Bafin. Zwölf Prozent hĂ€tten Buy-now-pay-later-Schulden von mehr als 500 Euro. Manche Verbraucher hangelten sich mit Krediten durch. Zehn Prozent der BNPL-Nutzer hĂ€tten bereits Geld von Familie oder Freunden geliehen. Sieben Prozent hĂ€tten ihr Girokonto ĂŒberzogen, acht Prozent nutzten eine Kreditkarte fĂŒr einen Zahlungsaufschub, und vier Prozent hĂ€tten einen Kredit aufgenommen. FĂŒnf Prozent gaben an, ihren Arbeitgeber um einen Gehaltsvorschuss gebeten zu haben.


