City Airlines, Betriebsrente

City Airlines bietet Flugbegleitern fünf Prozent fürs Alter

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 12:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Kabinenbeschäftigte der Lufthansa-Tochter können künftig selbst entscheiden, ob sie den Arbeitgeberbeitrag für die Altersvorsorge nutzen oder unmittelbar als Bruttolohn erhalten. Der Tarifabschluss soll unterschiedliche finanzielle Bedürfnisse berücksichtigen.

City Airlines regelt Zusatzbeitrag

  • City Airlines zahlt zusätzlich zum regulären Gehalt fünf Prozent des individuellen Einkommens in eine Unterstützungskasse ein.
  • Die Kabinenbeschäftigten können stattdessen ein Bruttogehalt von 105 Prozent wählen.
  • Bei der Auszahlung werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen.
Bei der Lufthansa-Tochter City Airlines haben Kabinenbeschäftigte künftig die Wahl zwischen einer betrieblichen Altersvorsorge und einer Sofortauszahlung. (Symbolbild) - Bild: Boris Roessler/dpa

City Airlines bietet Wahl zwischen Vorsorge und Auszahlung

Bei der Lufthansa-Tochter City Airlines können Kabinenbeschäftigte künftig zwischen einer betrieblichen Altersversorgung und der sofortigen Auszahlung eines zusätzlichen Einkommensanteils wählen. Unternehmen und Gewerkschaft Verdi bestätigten den Abschluss eines entsprechenden Tarifvertrags.

Fünf Prozent für die spätere Betriebsrente

Nach der Vereinbarung zahlt die Fluggesellschaft zusätzlich zum regulären Gehalt fünf Prozent des individuellen Einkommens in eine Unterstützungskasse ein. Aus dieser Kasse sollen später Betriebsrenten gezahlt werden.

Die Beschäftigten können sich stattdessen für die sofortige Auszahlung entscheiden. In diesem Fall steigt das Bruttogehalt auf 105 Prozent; von dem zusätzlichen Betrag werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen.

Verdi fordert Nachbesserungen bei Discover

Ein Sprecher des Lufthansa-Konzerns bezeichnete die Regelung als bedarfsgerechte Lösung, die unterschiedlichen Lebenssituationen Rechnung trage. Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky sprach von individuell zugeschnittenen Lösungen für die Beschäftigten.

Gleichzeitig forderte Reschinsky bei der Lufthansa-Tochter Discover deutliche Verbesserungen beim Angebot zur betrieblichen Altersversorgung. Dort müsse die Arbeitgeberseite noch nachbessern.

Der Tarifabschluss bei City Airlines verbindet eine klassische betriebliche Altersversorgung mit einer unmittelbar nutzbaren Einkommensoption. Vorgesehen ist, dass das Unternehmen fünf Prozent des individuellen Einkommens zusätzlich in eine Unterstützungskasse einzahlt. Alternativ erhalten Beschäftigte diesen Anteil als Bruttolohn und können damit kurzfristige finanzielle Belastungen abfedern.

Für die spätere Rente bedeutet die Wahl, dass die Beschäftigten auf den Aufbau einer arbeitgeberfinanzierten Zusatzversorgung verzichten, wenn sie sich für die Auszahlung entscheiden. Bei der Bruttovariante mindern Steuern und Sozialabgaben den tatsächlich verfügbaren Betrag. Die betriebliche Lösung zielt dagegen auf eine langfristige Absicherung und kann besonders für Beschäftigte mit langer Betriebszugehörigkeit attraktiv sein.

Signal für weitere Tarifverhandlungen

Die Vereinbarung steht zugleich im Zusammenhang mit dem Wettbewerb um Personal und Arbeitsbedingungen in der Luftfahrt. Flexible Modelle können Unternehmen helfen, unterschiedliche Lebenssituationen abzubilden, erschweren aber den direkten Vergleich von Gehaltsangeboten, wenn Teile der Vergütung wahlweise in Vorsorge oder laufendes Einkommen fließen.

Für die Beschäftigten von Discover ist die Frage der betrieblichen Altersversorgung nach der dpa-Meldung noch nicht abschließend gelöst. Verdis Forderung nach Nachbesserungen zeigt, dass die Ausgestaltung der Zusatzversorgung auch innerhalb des Lufthansa-Konzerns ein eigener Verhandlungspunkt bleibt.

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