Aktualisierte Fassung: alfaview beendet offiziell GesprÀche mit Microsoft / Kartellrechtsbeschwerde von alfaview bei der EU-Kommission zur Kopplung von Teams in Microsoft 365
01.03.2024 - 12:06:25Nach offizieller Einreichung der kartellrechtlichen Beschwerde von alfaview bei der EU-Kommission war Microsoft an den deutschen Videokonferenzanbieter mit dem Ziel herangetreten, eine Einigung zu finden.
Nach mehreren GesprĂ€chsrunden, sowohl ĂŒber Videocall als auch bei einem persönlichen Treffen am Hauptsitz von alfaview in Karlsruhe, hat sich herausgestellt, dass Microsoft kein ernsthaftes Interesse daran zeigt, Teams aus der 365-Suite zu entkoppeln und das Produkt zu einem Preis anzubieten, der die tatsĂ€chlichen Kosten widerspiegelt. Eine solche MaĂnahme wĂ€re aber notwendig, um einen fairen Wettbewerb auf dem EuropĂ€ischen Markt zu gewĂ€hrleisten.
Neben der Forderung einer Entkopplung von Teams betont alfaview die Notwendigkeit einer transparenten Preisgestaltung fĂŒr Teams, basierend auf den realen Kosten. Die Quersubventionierung des ressourcenintensiven Dienstes Teams durch andere Microsoft-Produkte verfĂ€lscht den Wettbewerb. alfaview ist der Ansicht, dass fĂŒr alle Konfigurationen der Office 365-Produktpalette gleichwertige Alternativen ohne Teams angeboten werden sollten, und zwar fĂŒr sĂ€mtliche GeschĂ€ftsbereiche, Zielgruppen und Marktsegmente des Unternehmens, insbesondere auch im Bildungsbereich. DarĂŒber hinaus ist es aus Sicht von alfaview von entscheidender Bedeutung, dass Microsoft seine Produktpakete in Marketing und Vertrieb auch gleichwertig bewirbt.
Im Rahmen des Austausches mit alfaview hat Microsoft alternative VorschlĂ€ge unterbreitet, die alfaview aber nicht ĂŒberzeugen konnten. Vor diesem Hintergrund hat alfaview entschieden, die Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Microsoft weiter voranzutreiben und die GesprĂ€che mit Microsoft abzubrechen.
"Wir sehen uns an der Seite der EU-Kommission, wenn es darum geht, fĂŒr Wettbewerb und die Einhaltung des europĂ€ischen Rechts einzutreten.
alfaview setzt sich dafĂŒr ein, dass die wettbewerbsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich europĂ€ische Technologien und Produkte am internationalen Markt platzieren können - nur so bleibt Europa auch in Bezug auf digitale Produkte konkurrenzfĂ€hig. Auf politischer Ebene muss unbedingt verhindert werden, dass Monopole von US-Unternehmen in Europa weiter verfestigt und auf neue MĂ€rkte ausgedehnt werden - denn wir brauchen innovative und leistungsfĂ€hige Unternehmen, die digitale SouverĂ€nitĂ€t Europas vorantreiben."
Niko Fostiropoulos, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und GrĂŒnder von alfaview
alfaview beobachtet zudem mit wachsender Besorgnis die jĂŒngsten Kopplungen von Microsoft in Bezug auf die Integration kĂŒnstlicher Intelligenz. Die Implementierung von ChatGPT in Microsoft 365 (Copilot) sowie die Integration der OpenAI-Technologie in die Suchmaschine von Microsoft (Bing) rĂŒcken erneut kartellrechtliche Bedenken in den Fokus.
Das Unternehmen alfaview hofft nun auf eine baldige Entscheidung der EU-Kommission.
Mehr Informationen zur Kartellrechtsbeschwerde von alfaview unter:
https://alfaview.com/de/alfaviews-kartellbeschwerde-bei-der-eu-kommission/
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