Kassen warnen vor neuen Risiken fĂŒr stabile BeitrĂ€ge
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 06:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die finanziellen Auswirkungen der vorgesehenen MaĂnahmen lassen sich gegenwĂ€rtig kaum abschĂ€tzen", heiĂt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Stellungnahme des Kassen-Spitzenverbands fĂŒr eine Anhörung am Mittwoch im Bundestag. Das erforderliche Gegenfinanzierungsvolumen zum Vermeiden zusĂ€tzlicher Belastungen der gesetzlichen Krankenversicherung dĂŒrfte "allenfalls knapp erreicht werden".
Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD planen einige ErgĂ€nzungen des Milliarden-Sparpakets, das die Kassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten soll, um Beitragserhöhungen zu verhindern. Umgesetzt werden sollen unter anderem Zusagen an die LĂ€nder fĂŒr eine Billigung des Spargesetzes im Sommer im Bundesrat. Die damalige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den LĂ€ndern dafĂŒr 550 Millionen Euro zusĂ€tzlich fĂŒr die Kliniken in Aussicht gestellt. Die Koalition plant nun auĂerdem Regelungen zum Absichern der psychotherapeutischen Versorgung, die es nicht mehr ins Paket schafften.
Der neue Minister Carsten Linnemann (CDU) hatte schon deutlich gemacht, dass alles seriös gegenfinanziert werden mĂŒsse, um das Ziel stabiler BeitrĂ€ge zu halten. Im Gesundheitsausschuss des Bundestags gibt es am Mittwoch eine Anhörung mit einer Reihe von VerbĂ€nden zu den jetzt geplanten Regelungen.
Der Kassen-Spitzenverband monierte, die geplanten MaĂnahmen schafften "neue erhebliche Unsicherheiten" bei betroffenen Akteuren und Versicherten. Es sei nicht nachvollziehbar, SparbeitrĂ€ge einzelner Bereiche wie besonders der Klinikversorgung und von Teilen der hausĂ€rztlichen und psychotherapeutischen Versorgung zurĂŒckzunehmen und daraus entstehende Belastungen einseitig auf andere Leistungserbringende und ein weiteres Mal auf die Kassen zu verlagern.
