Kaufland-Schließung: Sozialplan für 80 Mitarbeiter in Pforzheim
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Lebensmitteleinzelhändler Kaufland hat die Schließung seines Standorts am Hohwiesenweg in Pforzheim bekannt gegeben. Wie das Unternehmen am Dienstag, dem 11. August 2026, überraschend mitteilte, soll der Betrieb in der betroffenen Filiale zum Ende des Februars 2027 eingestellt werden. Für die rund 80 dort beschäftigten Mitarbeiter wird nun ein Sozialplan erarbeitet, um die personellen Folgen der Standortaufgabe abzufedern.
Mietvertragsende führt zur Standortaufgabe
Die Entscheidung zur Schließung der Filiale resultiert nicht aus einer internen strategischen Neuausrichtung des Handelsunternehmens, sondern ist auf das Ende des bestehenden Mietverhältnisses zurückzuführen. Nach Unternehmensangaben habe der Vermieter den Mietvertrag für die Räumlichkeiten am Hohwiesenweg gekündigt.
Der Eigentümer der Immobilie beabsichtige jedoch keine Aufgabe des Standorts als Wirtschaftsstandort. Berichten zufolge plant der Vermieter, die frei werdenden Flächen am Hohwiesenweg auch in Zukunft für eine gewerbliche Nutzung zur Verfügung zu stellen. Details zu möglichen Nachmietern oder einer konkreten Neuausrichtung des Areals liegen bislang nicht vor.
Fokus auf Interessenausgleich und Sozialplan
Für die etwa 80 Mitarbeiter der betroffenen Filiale bedeutet die Ankündigung eine Phase der beruflichen Ungewissheit. Um die sozialen Härten der Standortschließung zu minimieren, wurde die Erarbeitung eines Sozialplans eingeleitet. In solchen Fällen ist es üblich, dass die Unternehmensführung und die Arbeitnehmervertreter über Maßnahmen wie Abfindungen, Versetzungen oder Unterstützung bei der Suche nach neuen Beschäftigungsverhältnissen verhandeln.
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Während der Standort in der Pforzheimer Oststadt aufgegeben wird, bleibt die Präsenz von Kaufland im Stadtgebiet grundsätzlich erhalten. Das Unternehmen betreibt in Pforzheim zwei weitere Märkte in der Wilhelm-Becker-Straße sowie am Mühlkanal, die nach derzeitigem Stand weiterhin bestehen bleiben. Ob und in welchem Umfang Mitarbeiter des schließenden Standorts in diese Filialen übernommen werden können, ist Teil der laufenden Abstimmungen.
Sorge um die Nahversorgung in der Oststadt
Die überraschende Nachricht über das Ende der Filiale am Hohwiesenweg hat in der lokalen Öffentlichkeit und Politik Besorgnis ausgelöst. Da der Markt eine zentrale Anlaufstelle für den täglichen Bedarf darstellt, wird nun eine Versorgungslücke in der Pforzheimer Oststadt befürchtet. Besonders für weniger mobile Anwohner könnte der Wegfall des Vollsortimenters eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
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Die Stadt Pforzheim hat bereits auf die Entwicklung reagiert. Die Verwaltung arbeite an einer Lösung, um die Nahversorgung im Stadtteil nachhaltig sicherzustellen. Ziel sei es, die entstandene Lücke in der Infrastruktur zeitnah zu schließen. Inwieweit die Pläne des Vermieters für eine künftige gewerbliche Nutzung mit den Anforderungen an die lokale Lebensmittelversorgung in Einklang gebracht werden können, bleibt Gegenstand der kommenden kommunalpolitischen Erörterungen.
Mit der Schließung Ende Februar 2027 endet für Kaufland eine langjährige Präsenz am Hohwiesenweg. Bis zum tatsächlichen Termin der Betriebsaufgabe bleibt die Filiale für die Kunden geöffnet, während parallel die Verhandlungen über die Zukunft der Belegschaft geführt werden.
