Lufthansa, Ufo

Lufthansa: Ufo ruft Flugbegleiter zu Streik auf

09.03.2024 - 19:17:12

Kaum hat das Lufthansa-Bodenpersonal seinen Warnstreik beendet, ruft die nÀchste Gewerkschaft zum Streik auf. Kommende Woche wollen die Flugbegleiter streiken.

  • Ein Protestzug von Streikenden mit Bannern und Verdi-Fahnen in Frankfurt am Main. - Foto: Lando Hass/dpa

    Lando Hass/dpa

  • Die Flugbegleiter der UnabhĂ€ngigen Flugbegleiter Organisation (UFO) wollen kommende Woche streiken (Archivbild). - Foto: Matthias Balk/dpa

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Ein Protestzug von Streikenden mit Bannern und Verdi-Fahnen in Frankfurt am Main. - Foto: Lando Hass/dpaDie Flugbegleiter der UnabhÀngigen Flugbegleiter Organisation (UFO) wollen kommende Woche streiken (Archivbild). - Foto: Matthias Balk/dpa

Die Lufthansa und ihre Passagiere kommen nicht zur Ruhe. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die rund 19.000 Flugbegleiter der Lufthansa und der Lufthansa Cityline fĂŒr Dienstag und Mittwoch (12./13.3.) zum Streik aufgerufen. Bestreikt werden jeweils von 4.00 bis 23.00 Uhr am Dienstag alle AbflĂŒge von Frankfurt und am Mittwoch alle AbflĂŒge von MĂŒnchen, teilte Ufo mit. Die Flugbegleiter der Kerngesellschaft und der Regionaltochter Lufthansa Cityline hatten zuvor in getrennten Urabstimmungen mit jeweils mehr als 96 Prozent fĂŒr den Streik gestimmt.

In der vergangenen Woche hatte das von Verdi organisierte Bodenpersonal mit seiner mittlerweile fĂŒnften Warnstreikwelle den Passagierverkehr der Lufthansa in weiten Teilen lahmgelegt. Die letzten Auswirkungen des mehr als zwei Tage langen Ausstands waren noch am Samstagmorgen mit einigen FlugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen zu spĂŒren.

Ufo betonte, der Konzern habe erst am Donnerstag ein Rekordergebnis in Höhe von fast 1,7 Milliarden Euro Nettogewinn verkĂŒndet. «Die Kabine muss nun auch an diesem Erfolg beteiligt werden und die ZugestĂ€ndnisse, die wĂ€hrend der Corona-Krise gemacht wurden, mĂŒssen ausreichend kompensiert werden», sagte Joachim VĂĄzquez BĂŒrger, UFO-Vorstandsvorsitzender.

Forderungen: Mehr Geld und eine InflationsprÀmie

FĂŒr die rund 18.000 KabinenbeschĂ€ftigten der Lufthansa und die knapp 1000 KrĂ€fte der Cityline fordert Ufo im Kern 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von 18 Monaten. Außerdem will die Gewerkschaft eine InflationsausgleichsprĂ€mie von 3000 Euro sowie höhere Zulagen erreichen. In den getrennten Tarifverhandlungen hatte die Gewerkschaft die jeweiligen Angebote als unzureichend abgelehnt.

Die 1992 gegrĂŒndete UnabhĂ€ngige Flugbegleiter-Organisation (Ufo) vertritt als Spartengewerkschaft ausschließlich Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen vorrangig bei Condor und im Lufthansa-Konzern. In einzelnen Flugbetrieben konkurriert sie scharf mit der DGB-Gewerkschaft Verdi, die ebenfalls das fliegende Personal organisieren will. Eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den beiden verfeindeten Gewerkschaften ist unwahrscheinlich.

Im Nach-Corona-Jahr 2022 verzichtete Ufo als einzige Gewerkschaft im Lufthansa-Konzern auf Arbeitskampfmaßnahmen. Im Tarifabschluss wurden vor allem die unteren Lohngruppen angehoben, wĂ€hrend die InflationsausgleichsprĂ€mie auf die jetzt laufende Tarifrunde vertagt wurde.

Verdi verhandelt ab Mittwoch weiter

In der vergangenen Woche hatte das von Verdi organisierte Bodenpersonal mit seiner mittlerweile fĂŒnften Warnstreikwelle den Passagierverkehr der Lufthansa in weiten Teilen lahmgelegt. Die letzten Auswirkungen des mehr als zwei Tage langen Ausstands sind am Morgen noch mit einigen FlugausfĂ€llen und VerspĂ€tungen zu spĂŒren gewesen.

Verdi fordert fĂŒr das Bodenpersonal neben einer InflationsausgleichsprĂ€mie von 3000 Euro Gehaltssteigerungen in Höhe von 12,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde soll am kommenden Mittwoch beginnen.

@ dpa.de