'keine NormalitÀt im Umgang mit Russland'
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 13:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir nehmen auch zur Kenntnis, dass PrĂ€sident Putin bisher nicht ĂŒber die Einladung entschieden hat", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.
"FĂŒr die Bundesregierung gibt es angesichts des Kriegs in der Ukraine keine NormalitĂ€t im Umgang mit Russland", erklĂ€rte er. Die Vorbereitungen zum Gipfel seien im Gange, "auch zu dieser Frage". Die Bundesregierung stimme sich dazu eng mit den Partnern ab.
US-AuĂenminister Marco Rubio hatte gesagt, die USA hofften, dass Putin die Einladung annehmen werde. Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-PrĂ€sident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins GesprĂ€ch kommen könnte.
Moskau will Entscheidung erst noch treffen
Von der EU-Kommission in BrĂŒssel hieĂ es, Russland sei weiterhin Mitglied der G20 und habe das Recht, an G20-Treffen teilzunehmen. Die Frage eines Journalisten, ob EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen bereit sei, sich physisch mit Wladimir Putin im selben Raum aufzuhalten, beantwortete ein Sprecher nicht. "Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt, und möglicherweise können wir zu einem spĂ€teren Zeitpunkt mehr sagen."
"Es ist verfrĂŒht, jetzt darĂŒber zu sprechen, die Entscheidung wurde noch nicht getroffen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge. Moskau schĂ€tze die Einladung, sie werde geprĂŒft, abgestimmt und dann eine entsprechende Entscheidung getroffen. In jedem Fall beabsichtige Russland, seine Teilnahme an der Arbeit der G20 und all dessen Foren fortzusetzen.
In der G20-Runde der groĂen Industrie- und SchwellenlĂ€nder ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil - also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die EuropĂ€ische Union und die Afrikanische Union an.
