KI-Einsatz, Kosten

KI-Einsatz: 40% der Unternehmen sparen weniger als 10% Kosten

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Bain-&-Company-Erhebung zeigt: Bei 40 % der Firmen reduzierte KI die Kosten um maximal 10 %. Die Datenbasis gilt als Haupthindernis.

Bain-Studie: KI-Einsatz bringt bislang kaum Kostensenkungen in Unternehmen
Eine Führungskraft in einem modernen, hellen Büro betrachtet ein Tablet in einer professionellen Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die globale Unternehmensberatung Bain & Company hat Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, wonach der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Breite der Wirtschaft noch nicht zu den erhofften massiven Kostensenkungen führt. Einer Erhebung unter 951 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar zufolge verzeichnen 40 % der Befragten bisher lediglich eine KI-bedingte Reduktion der Kosten von höchstens 10 %.

Die Daten, die den Stand von April 2026 widerspiegeln, verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen den technologischen Erwartungen auf Führungsebene und der operativen Realität in den Betrieben. Trotz der bisher verhaltenen Ergebnisse bleibt der strategische Fokus auf die Technologie hoch.

Ambitionierte Einsparungsziele treffen auf infrastrukturelle Hürden

Demnach planen 44 % der befragten Unternehmen, KI künftig verstärkt als gezielte Maßnahme zur Kosteneinsparung einzusetzen. Dies deutet darauf hin, dass die Technologie weiterhin als zentraler Hebel für die Steigerung der Unternehmenseffizienz betrachtet wird. Allerdings weisen die Analysten darauf hin, dass die Umsetzung dieser Ziele mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist.

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Bain & Company warnt in diesem Zusammenhang, dass das tatsächliche Einsparpotenzial durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geringer ausfalle als ursprünglich erwartet. Als einer der Hauptgründe für die stagnierende Effizienzentwicklung wird die mangelhafte Vorbereitung der Unternehmen auf technologischer Ebene angeführt.

Ein Großteil der untersuchten Organisationen verfüge derzeit nicht über eine effektive Dateninfrastruktur, die jedoch die notwendige Grundlage für eine erfolgreiche KI-Implementierung darstellt.

Herausforderungen für die Management-Ebene

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Die Studienergebnisse legen nahe, dass der Erfolg von KI-Projekten maßgeblich von der Fähigkeit der Unternehmensführung abhängt, die strukturellen Voraussetzungen für den Dateneinsatz zu schaffen. Da die erhofften Produktivitätszuwächse bisher oft nur im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen, geraten Verantwortliche zunehmend unter Druck, die technische Basis ihrer Häuser zu modernisieren.

Die Experten betonen, dass ohne eine grundlegende Überarbeitung der internen Datensysteme die angestrebten Kostenvorteile kaum in vollem Umfang realisiert werden können. Für das Management bedeutet dies, dass die Kompetenz im Umgang mit komplexen IT-Infrastrukturen und die strategische Weitsicht bei der Datenintegration zu entscheidenden Faktoren für die künftige Wettbewerbsfähigkeit werden.

Nur wenn die technologische Basis mit den ambitionierten Effizienzzielen Schritt hält, dürften die Investitionen in Künstliche Intelligenz die gewünschten betriebswirtschaftlichen Resultate liefern.

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