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KI in Firmen: 56% nutzen es, nur 27% schulen Mitarbeiter

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz KI-Einsatz in 56 Prozent der Betriebe fehlt oft eine schriftliche Weiterbildungsstrategie. Der EU AI Act erhöht den Druck.

KI-Integration in Firmen: Weiterbildung hinkt hinterher
Ein Team arbeitet in einem modernen BĂŒro an einer digitalen OberflĂ€che mit Datenvisualisierungen zur KI-Integration. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Integration von kĂŒnstlicher Intelligenz in deutsche Firmen schreitet rasant voran – die Qualifizierung der Belegschaften kommt nicht mit. Das zeigt die aktuelle TÜV-Weiterbildungsstudie 2026.

Bereits 56 Prozent der Unternehmen setzen generative KI ein. Doch nur 27 Prozent bieten ihren Mitarbeitenden gezielte Schulungen an. 87 Prozent der Betriebe stufen Weiterbildung in diesem Bereich zwar als wichtig ein – aber lediglich 29 Prozent haben eine schriftliche Strategie zur Kompetenzentwicklung.

Regulatorischer Druck wÀchst

Der EU AI Act verschÀrft die Lage. Seit Februar 2025 gelten bestimmte Kompetenzpflichten, ab August 2026 kommen weitere Vorgaben hinzu. Das World Economic Forum schÀtzt, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der Kernkompetenzen am Arbeitsmarkt verÀndern werden.

Der Gallup HR Report 2026 bestĂ€tigt den Trend: 81 Prozent der Personalverantwortlichen nutzen KI tĂ€glich fĂŒr ihre eigene Arbeit. Doch nur 4 Prozent der HR-FachkrĂ€fte halten die Belegschaft fĂŒr ausreichend vorbereitet. Neben der Digitalisierung nennen 57 Prozent der Befragten den allgemeinen Kostendruck als grĂ¶ĂŸte Herausforderung.

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Auch in der Ausbildung ist KI bereits angekommen. Eine IW-Befragung aus dem Herbst 2025 zeigt: Knapp die HĂ€lfte der Unternehmen nutzt KI im Ausbildungskontext. Doch die Kooperation mit Berufsschulen hinkt hinterher – nur 21 Prozent der Ausbilder stimmen Lerninhalte mit anderen Lernorten ab.

Babyboomer gehen in Rente: Wissensverlust droht

Der demografische Wandel verschÀrft die Probleme. Eine Umfrage von Atradius aus Mai und Juni 2026 zeigt: Bis 2039 scheiden voraussichtlich 13,4 Millionen Babyboomer aus dem Erwerbsleben aus.

Jedes fĂŒnfte Unternehmen hat keine Strategie gegen den drohenden Wissensverlust. 61 Prozent setzen auf strukturierte Einarbeitung durch Nachfolger, 55 Prozent dokumentieren Prozesse. Aber nur 3 Prozent nutzen KI-Lösungen zur systematischen Wissenssicherung. Der FachkrĂ€ftemangel bleibt akut: Im ersten Quartal 2026 waren bundesweit rund 1,15 Millionen Stellen unbesetzt.

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Wirtschaftskrise bremst Ausbildung

Die angespannte Wirtschaftslage trifft die Nachwuchsförderung. Eine IHK-Umfrage in Baden-WĂŒrttemberg unter 2.160 Betrieben zeigt: 30 Prozent planen, ihre AusbildungsplĂ€tze zu reduzieren – im Vorjahr waren es 26 Prozent.

HauptgrĂŒnde: die konjunkturelle Entwicklung, Bewerbermangel (69 Prozent) und mangelnde Qualifikationen der SchulabgĂ€nger. 94 Prozent der Betriebe sehen Defizite bei Absolventen, besonders bei Belastbarkeit und mathematischen Grundkenntnissen. Die Wirtschaftskammern fordern mehr Praxisorientierung in der Schule.

Neue LösungsansÀtze

Unternehmen setzen vermehrt auf innovative Lernformate. Das Fraunhofer FIT entwickelte das Lernspiel „Kassandra“, das RisikoeinschĂ€tzungen und kritisches Denken im Umgang mit KI vermittelt. Die neue Version des IBT SERVER v30 bietet KI-gestĂŒtzte Lernpfade und Analysen von KompetenzlĂŒcken.

Politisch mahnt die DIHK eine schnellere Umsetzung der Start-up-Strategie von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche an. Ziel: BĂŒrokratie abbauen, Zugang zu FachkrĂ€ften und Kapital erleichtern.

FĂŒr GeflĂŒchtete aus der Ukraine wurde der vorĂŒbergehende Schutz bis MĂ€rz 2027 verlĂ€ngert – auf EU-Ebene ist eine Ausweitung bis MĂ€rz 2028 bereits abgestimmt. Das soll Unternehmen Planungssicherheit bei der BeschĂ€ftigung geben.

Der FachkrÀfte-Summit der IHK Region Stuttgart am 9. November 2026 widmet sich strategischer Personalentwicklung und Zukunftskompetenzen. Anmeldungen sind bis zum 30. Oktober möglich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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