ROUNDUP, VerstÀndnis

Klein zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr Trumps Gaza-Plan

Veröffentlicht am: 04.03.2025 um 15:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr die umstrittenen UmsiedlungsplĂ€ne von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr PalĂ€stinenser im Gazastreifen.

"Es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Ich halte es nicht fĂŒr verkehrt, radikal und einmal völlig neu zu denken", sagte Felix Klein der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung".

Im Gegensatz zu dem, was in einigen Medienberichten behauptet werde, habe Trump auch nicht von Vertreibung gesprochen, das sei ĂŒbertrieben worden. Er habe von einer Umsiedlung gesprochen, wĂ€hrend der Gazastreifen aufgebaut werde. "WĂ€hrend Sie Ihr Haus renovieren, schlafen Sie schließlich auch nicht darin, und die massiven Zerstörungen verlangen im Grunde nach einem umfassenden Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur."

Widerspruch erntete Klein fĂŒr seine Aussage aus dem Bundesinnenministerium, wo sein Amt organisatorisch angesiedelt ist. "Herr Klein hat nicht fĂŒr die Bundesregierung gesprochen, sondern seine persönliche Auffassung geĂ€ußert", sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. FĂŒr die Bundesregierung hĂ€tten sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) zu dieser Frage geĂ€ußert. Scholz hatte Trumps Vorstoß als "Skandal" bezeichnet und gesagt: "Die Umsiedlung von Bevölkerung ist nicht akzeptabel und gegen das Völkerrecht." Baerbock hatte gesagt: "Gaza gehört - ebenso wie die Westbank und Ostjerusalem- den PalĂ€stinenserinnen und PalĂ€stinensern."

Klein: Idee internationaler Verwaltung sinnvoll

Klein sagte der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung", politisch mĂŒsse man sehen, dass es Israel selbst mit seinem massiven Einsatz nicht gelungen sei, das Problem militĂ€risch zu lösen. "Insofern halte ich auch die Idee einer internationalen Verwaltung fĂŒr das Gebiet durchaus fĂŒr einen vernĂŒnftigen Vorschlag, den man diskutieren kann", so Klein.

Über die Zukunft des Gazastreifens wird international gestritten. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte erklĂ€rt, Amerika werde die Kontrolle ĂŒber das Gebiet ĂŒbernehmen. Er will die palĂ€stinensische Bevölkerung zwangsumsiedeln, um Gaza in eine "Riviera des Nahen Ostens" zu verwandeln. Trump will auch nicht, dass die PalĂ€stinenser in den Gazastreifen zurĂŒckkehren - er argumentiert, dass sie anderswo besser untergebracht wĂŒrden. Der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, ließ deren RĂŒckkehr allerdings offen.

Der Vorschlag stĂ¶ĂŸt auf heftige Kritik. Israel will die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas zerschlagen, wĂ€hrend palĂ€stinensische Vertreter auf einen Wiederaufbau unter eigener Verwaltung drĂ€ngen.

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