KlimaplÀne, Schweizer

KlimaplÀne: Nur 44 von 129 Schweizer Firmen 1,5-Grad-konform

27.06.2026 - 21:42:27 | boerse-global.de

Eine Untersuchung der Stiftung Ethos zeigt: Nur 44 von 129 SPI-Firmen haben valide KlimaplÀne. Der Bundesrat plant nun verbindliche Vorgaben.

Ethos-Studie: Nur jedes dritte Schweizer Unternehmen mit Klimaplan
KlimaplĂ€ne - Ein stilisiertes, leuchtendes Balkendiagramm mit abnehmendem Trend, ĂŒberlagert von einem abstrakten Netzwerk aus Datenpunkten, das Nachhaltigkeits-Reporting und regulatorische HĂŒrden symbolisiert. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Ethos. Die LĂŒcke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist groß.

Kaum Unternehmen mit 1,5-Grad-konformen Zielen

Die Stiftung Ethos analysierte die Nachhaltigkeitsberichte von 129 Unternehmen aus dem Swiss Performance Index (SPI) fĂŒr 2025. Das Ergebnis ist ernĂŒchternd: Lediglich ein Drittel der Firmen hat KlimaplĂ€ne, die mit dem Pariser 1,5-Grad-Ziel vereinbar sind.

Ethos-Direktor Vincent Kaufmann sieht die reine Selbstregulierung gescheitert. Die Bankiervereinigung hÀlt zwar weiter daran fest. Doch der Bundesrat bereitet bereits gesetzliche Anpassungen vor. Ziel: Die Klimaziele sollen verbindlicher werden.

Regulierung bremst KreditgeschÀft aus

Eine Umfrage des Genoverbands unter 277 BankvorstĂ€nden zeigt die praktischen HĂŒrden. Die ESG-Regulierung wirkt demnach zunehmend als Bremse fĂŒr die Kreditvergabe.

Das Hauptproblem: die Datenerhebung. Knapp die HĂ€lfte der Firmenkunden ist mit der Bereitstellung von Nachhaltigkeitsdaten ĂŒberfordert. Felix Pakleppa vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe fordert weniger BĂŒrokratie. Marktmechanismen mĂŒssten wieder mehr Raum bekommen.

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Praxisbeispiele zeigen Wege auf

Trotz aller HĂŒrden gibt es konkrete Projekte. In Schleswig-Holstein plant die IB.SH Energieagentur fĂŒr den 2. Juli 2026 ein kostenloses Online-Kompakttraining. Thema: serielle Sanierung und Energiespar-Contracting anhand von Beispielen aus LĂŒbeck, TravemĂŒnde und Kiel.

Auch soziale Nachhaltigkeit wird konkret. Der SC Paderborn 07 stellte im Rahmen einer Ringvorlesung seine Strategie vor. Im Fokus: Bildung und Bewegung fĂŒr Kinder und Jugendliche.

Politische Debatten und praktische Lösungen

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Die Diskussion um die Ausgestaltung der Nachhaltigkeitssysteme lĂ€uft auf mehreren Ebenen. Im Handelsblatt-Morning-Briefing vom 27. Juni ging es etwa um die Rentenreform. Eine Frage: Sollen kĂŒnftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen?

Hersteller setzen derweil auf zertifizierte Materialien. LaptophĂŒllen aus vollstĂ€ndig recyceltem PET sind ein Beispiel. Tracersysteme verifizieren die Lieferkette, Audits wie BSCI sollen soziale Standards nachweisen. Der CO2-Fußabdruck wird so messbar – und hoffentlich auch senkbar.

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