KlimaplÀne und RealitÀt: 6,4 Ziele, aber nur 3,3 messbar
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fast 70 Prozent der groĂen EU-Unternehmen haben inzwischen ihre Klimastrategien veröffentlicht. Das zeigt ein aktueller Bericht der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG). Die Quote stieg von 55 auf 69 Prozent.
KI analysiert 905 Nachhaltigkeitsberichte
FĂŒr die Auswertung des GeschĂ€ftsjahres 2025 durchforstete die EFRAG 905 NachhaltigkeitserklĂ€rungen. Dabei half generative KI, die Datenmengen zu prĂŒfen.
Doch der quantitative Fortschritt tÀuscht: Die QualitÀt hinkt hinterher. Zwar haben 69 Prozent der Unternehmen TransitionsplÀne vorgelegt. Aber nur 57 Prozent richten ihre Ziele am 1,5-Grad-Pfad des Pariser Abkommens aus.
Besonders auffĂ€llig: Die LĂŒcke zwischen erkannten Problemen und konkreten Zielen. Im Schnitt nennen die Firmen 6,4 wesentliche Nachhaltigkeitsthemen. FĂŒr lediglich 3,3 davon gibt es messbare Ziele.
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Spanien und Immobilienbranche vorn
Die Unterschiede zwischen den EU-Staaten sind enorm. Spanien fĂŒhrt mit 89 Prozent, gefolgt von Frankreich (85 Prozent) und DĂ€nemark (81 Prozent). Schlusslichter? Der Bericht nennt sie nicht.
Branchenweit liegt die Immobilienwirtschaft mit 95 Prozent Abdeckung vorn. Auch bei der VergĂŒtung zeigt sich ein klares Bild: 63 Prozent der Firmen knĂŒpfen Boni der FĂŒhrungskrĂ€fte an ESG-Ziele. Spitzenreiter: Spanien (92 Prozent), Frankreich (90 Prozent) und Deutschland (84 Prozent).
BrĂŒssel plant Vereinfachung der Berichtspflichten
Parallel zur Analyse arbeitet das Sustainability Reporting Board der EFRAG an der Zukunft der Regeln. In GesprÀchen mit der EU-Kommission ging es um die sogenannten Omnibus-VorschlÀge. Sie sollen die CSRD-Vorgaben und die europÀischen Nachhaltigkeitsstandards (ESRS) entschlacken.
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Das Gremium will mitziehen â aber ohne die Transparenzziele zu opfern. Branchenexperten sehen die eigentliche Herausforderung woanders: Die operative Umsetzung der KlimaplĂ€ne und die SchlieĂung der LĂŒcke zwischen Strategie und messbaren Fortschritten. Das dĂŒrfte die kommenden Jahre prĂ€gen.
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