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Kölner Ausschreibung: Fachpersonal für Elektro- und Flüssiggasanlagen gefordert

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 00:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Stadt Köln sucht Anbieter für Prüfungen in naturwissenschaftlichen Schulräumen; der Auftrag umfasst zwei Lose und startet 2027.
Ein leerer naturwissenschaftlicher Fachraum in einer Schule mit leeren Arbeitstischen und Abzugsanlagen. Illustration mit AI erstellt.

Die Stadt Köln hat eine EU-weite offene Ausschreibung für Betriebssicherheitsprüfungen in den naturwissenschaftlichen Fachräumen der städtischen Schulen gestartet. Ziel des Verfahrens ist der Abschluss einer entsprechenden Rahmenvereinbarung für das Kölner Stadtgebiet.

Zuständige Vergabestelle ist das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen mit Sitz im Stadthaus Deutz am Willy-Brandt-Platz 3. Das Verfahren wird unter der Referenznummer 727258-2026 geführt, wie aus einem Bericht vom 21. Oktober 2026 hervorgeht.

Fristen, Struktur und Zuschlagskriterien der Ausschreibung

Interessierte Unternehmen müssen ihre Angebote bis zum 23. November 2026 einreichen. Der vorgesehene Vertragsbeginn für die Prüfdienstleistungen ist auf den 1. April 2027 terminiert. Der Auftrag ist in zwei Lose unterteilt.

Eines davon umfasst den Bereich linksrheinisch unter der Kennung LOT-0001 und fällt unter den CPV-Code 50500000 für Reparatur- und Wartungsdienste. Bieter sind verpflichtet, innerhalb eines Loses alle geforderten Positionen anzubieten. Den Zuschlag erhält laut den Ausschreibungsunterlagen das jeweils preisgünstigste Angebot je Los.

Qualifikationsanforderungen an das eingesetzte Fachpersonal

An die Eignung der auftragnehmenden Betriebe stellt die Kommune detaillierte Anforderungen. Für die Zulassung ist eine Referenzliste mit maximal zwei vergleichbaren Aufträgen aus den letzten drei Jahren vorzulegen.

Darüber hinaus verlangt die Stadtverwaltung spezifisch qualifiziertes Personal für die technische Sicherheitsabnahme: Für die Durchführung der Prüfungen muss je Los mindestens eine person mit elektrotechnischer Fachausbildung sowie eine Person mit einer handwerklichen Ausbildung für Flüssiggasanlagen bereitstehen. Zudem ist der Nachweis der Sachkunde als befähigte Person sowohl für Laborabzüge als auch für Flüssiggasanlagen zwingend vorgeschrieben.

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Sicherheitsprüfungen im Fokus öffentlicher Auftraggeber

Regelmäßige technische Überprüfungen bilden für kommunale und staatliche Einrichtungen eine zentrale Verpflichtung zur Gewährleistung der Betriebssicherheit. Dies zeigt sich auch bei weiteren Ausschreibungen im Kölner Raum: So vergibt nach einem Bericht vom 21. Oktober 2026 auch die Justizvollzugsanstalt Köln Aufträge für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel.

Für dieses dortige Verfahren läuft die Frist für Bieterfragen bis zum 11. November 2026, während die Angebotsfrist am 13. November 2026 endet. Als Ausschlusskriterien gelten dort unter anderem das Fehlen einer Zertifizierung nach ISO 9001, ein laufendes Insolvenz- oder Liquidationsverfahren, das Nichterreichen eines Jahresumsatzes von mindestens 500.000 Euro sowie der Nachweis von weniger als drei Referenzprojekten über jeweils mindestens 100.000 Euro.

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Flankiert werden die betrieblichen Prüfanstrengungen von gesetzlichen Vorgaben zur staatlichen Aufsicht. Seit dem Kalenderjahr 2026 sind die Arbeitsschutzbehörden der Länder gemäß Paragraph 21 Absatz 1a des Arbeitsschutzgesetzes dazu verpflichtet, jährlich mindestens 5 Prozent der Betriebe je Bundesland zu besichtigen; Abweichungen durch Landesrecht sind dabei ausgeschlossen.

Laut einem Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales besichtigte die Gewerbeaufsicht im Jahr 2024 insgesamt 65.436 Betriebe, was rund 3,1 Prozent des Bestands entsprach.

In den Vorjahren lagen die Kontrollzahlen bei 63.008 Betrieben im Jahr 2023 sowie bei 52.074 Betrieben im Jahr 2022, wovon 40.731 Betriebe weniger als 20 Beschäftigte zählten. Auf die bundesweite Quote werden nach den maßgeblichen Vorschriften ausschließlich Besichtigungen mit vollständiger Systembewertung angerechnet.

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