Hessen, Deutschland

Kosmetikbranche steigert Umsatz trotz Konsumflaute

03.12.2025 - 11:30:07

Konsumflaute? Nicht bei Deos und Reinigern: Die Branche steuert auf ein Rekordjahr zu – doch das Auslandsgeschäft macht Sorgen. Was steckt hinter dem Trend?

  • 18 Milliarden Euro haben die Menschen in Deutschland im laufenden Jahr für Schönheitspflegeprodukte aus heimischer Produktion ausgegeben - 6,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. (Symbolbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

    Daniel Reinhardt/dpa

  • Die Branche sagt: Gerade in herausfordernden Zeiten investieren viele Menschen in ein gepflegtes Äußeres und ein sauberes Zuhause. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa

    Jens Kalaene/dpa

18 Milliarden Euro haben die Menschen in Deutschland im laufenden Jahr für Schönheitspflegeprodukte aus heimischer Produktion ausgegeben - 6,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. (Symbolbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpaDie Branche sagt: Gerade in herausfordernden Zeiten investieren viele Menschen in ein gepflegtes Äußeres und ein sauberes Zuhause. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa

Beim Konsum halten sich viele Menschen gerade zurück, doch für Körperpflege und ein sauberes Zuhause wird weiterhin viel Geld ausgegeben: Rund 35,6 Milliarden Euro werden es für Produkte aus deutscher Produktion im In- und Ausland im laufenden Jahr sein - so die Hochrechnung des Branchenverbandes IKW.

Entgegen der allgemeinen Konjunkturschwäche wäre dies ein Wachstum von 2,9 Prozent für die Hersteller von Shampoo und Deos, Waschmittel und Haushaltsreiniger - und ein weiteres Rekordjahr.

Allerdings setzt sich die Flaute im Auslandsgeschäft fort: Während der Inlandsumsatz 2025 um 5,5 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro zulegte, liefen die Geschäfte außerhalb Deutschlands erneut schlechter. Dort gab es im Jahresvergleich ein Minus von 2,1 Prozent. Die geopolitische Lage wirke sich zunehmend negativ auf die internationalen Absatzmärkte aus, erklärte der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).

Wachstum auch im Inland moderater

Auch im Inland sind die Wachstumsraten wegen gestiegener Kosten für Energie und Rohstoffe nicht mehr ganz so üppig wie in den Jahren zuvor. Für 2026 prognostiziert der Verband im Inland 1,5 Prozent Plus auf gut 24,1 Milliarden Euro Umsatz. 

Der IKW mit Sitz in Frankfurt vertritt nach jüngsten Angaben mehr als 470 Unternehmen mit zusammen etwa 178.000 Beschäftigten in Produktion und Vertrieb. Die Mitgliedsfirmen stehen nach Verbandsangaben für etwa 95 Prozent des deutschen Marktes.

@ dpa.de

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