Konzernhaftung, Schweiz

Konzernhaftung: Schweiz beschließt strengere Regeln als die EU

30.06.2026 - 08:16:04 | boerse-global.de

Der Bundesrat schlägt eine zivilrechtliche Haftung von Schweizer Müttern für ihre Auslandstöchter vor, strenger als die EU.

Schweiz plant strengere Haftung für Konzernmütter bei Auslandstöchtern
Konzernhaftung - Ein moderner Glaswolkenkratzer mit Schweizer Flaggenreflexion und einem verschwommenen Rechtsdokument mit einem Richterhammer davor. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Bundesrat hat einen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative vorgelegt, der weitreichende zivilrechtliche Konsequenzen vorsieht.

Damit positioniert sich die Schweiz strenger als die EU. Brüssel hatte eine vergleichbare Haftungspflicht im Rahmen des Omnibus-Pakets erst kürzlich gestrichen.

Zwei Modelle zur Auswahl

Im Zentrum der Pläne steht die rechtliche Grundlage für Schadensersatzforderungen gegen Konzerne. Der Bundesrat stellt zwei Varianten zur Diskussion: eine Verschuldenshaftung und das Prinzip der Geschäftsherrenhaftung.

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Die Neuregelung soll sicherstellen, dass Schweizer Unternehmen bei ihren Auslandstöchtern stärker für die Einhaltung von Standards in die Pflicht genommen werden. Die genaue Ausgestaltung bleibt nun Gegenstand der politischen Debatte.

Wirtschaftsvertreter und Initiativbefürworter verfolgen den Prozess genau – mit Blick auf Rechtssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz.

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