BASF, Zuversicht

BASF blickt mit gedÀmpfter Zuversicht auf 2025

30.10.2024 - 13:52:44 | dpa.de

Kosten runter und mehr Effizienz, lautet die Losung des BASF-Vorstands. Die milliardenschweren Sparprogramme zeigen bereits Wirkung.

Kosten runter und mehr Effizienz, lautet die Losung des BASF-Vorstands. Die milliardenschweren Sparprogramme zeigen bereits Wirkung.  - Foto: Uwe Anspach/dpa
Kosten runter und mehr Effizienz, lautet die Losung des BASF-Vorstands. Die milliardenschweren Sparprogramme zeigen bereits Wirkung. - Foto: Uwe Anspach/dpa

Der weltgrĂ¶ĂŸte Chemiekonzern BASF treibt sein Sparprogramm voran und blickt mit gedĂ€mpfter Zuversicht auf das Jahr 2025. «Der Preisdruck nimmt ein wenig ab. Wir richten den Blick nach oben», sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann in einer Telefonkonferenz. Das Management des Ludwigshafener Dax-Konzerns schaue daher verhalten optimistisch auf die GeschĂ€fte im nĂ€chsten Jahr. Damit das gelingt, mĂŒsse der Chemieriese aber auch seine Hausaufgaben machen, betonte Elvermann mit Blick auf den Konzernumbau und die milliardenschweren SparplĂ€ne. 

«Wir sind auf gutem Weg, die angestrebten Kosteneinsparungen von jĂ€hrlich 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 zu erzielen», berichtete der Finanzvorstand. Die im Februar vergangenen Jahres angekĂŒndigten Programme befĂ€nden sich mitten in der Umsetzung. Bis Ende September des laufenden Jahres habe das Unternehmen bereits fortlaufende Kosteneinsparungen von rund 800 Millionen Euro erreicht. Die Einmalkosten dafĂŒr betragen nach Angaben von Elvermann rund 500 Millionen Euro. 

Hohe Kosteneinsparungen im Blick 

Der Chemiekonzern erwarte bis zum Ende dieses Jahres fortlaufende Kosteneinsparungen von jĂ€hrlich mehr als 800 Millionen Euro und damit verbundene Einmalkosten von voraussichtlich rund 550 Millionen Euro, kĂŒndigte der Finanzvorstand an. Auch beim in diesem Jahr gestarteten Programm zur Verbesserung der WettbewerbsfĂ€higkeit des Standorts Ludwigshafen komme BASF voran. Die Einheiten am grĂ¶ĂŸten Unternehmensstandort seien jĂŒngst darĂŒber informiert, welchen Beitrag sie jeweils bis Ende 2026 leisten mĂŒssen. 

Details dazu und wie viele Mitarbeiter aufgrund der Kosteneinspar- und KonzernumbauplĂ€ne gestrichen werden, nannten Elvermann und BASF-Chef Markus Kamieth nicht. Im Stammwerk sollen zusĂ€tzlich zu dem seit zwei Jahren laufenden Sparprogramm bis Ende 2026 jĂ€hrlich Kosten von einer Milliarde Euro gespart werden. Da etwa 80 Prozent dieser Summe Fixkosten sein sollen, werde das auch ĂŒber Stellenstreichungen gehen, erklĂ€rte der Vorstandsvorsitzende. GrundsĂ€tzlich mĂŒsse aber jeder Stein in Ludwigshafen umgedreht werden, um das Ziel zu erreichen. 

Mehr Nettogewinn im dritten Quartal

Das Management des Dax-Konzerns hatte die Verschlankung am Stammsitz damit begrĂŒndet, dass von den rund 160 Anlagen in Ludwigshafen 78 Prozent wettbewerbsfĂ€hig seien. Bei 22 Prozent der Anlagen bestehe jedoch das Risiko, dass das nicht mehr so sei. Die Stilllegung von Chemieanlagen und ein Jobabbau wurden deshalb nicht ausgeschlossen. Weltweit hat BASF rund 112.000 BeschĂ€ftigte.

Im dritten Quartal verharrte der Umsatz des Chemieriesen mit 15,7 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte um fĂŒnf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich entfiel auf die AktionĂ€re ein Gewinn von 287 Millionen Euro - nach einem Verlust von 249 Millionen Euro ein Jahr zuvor. 

SchwÀchelnde Autoindustrie belastet Chemiekonzern

FĂŒr das laufende Jahr schraubte der Vorstand seine Erwartungen nach unten: Derzeit werde fĂŒr das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten das untere Ende der prognostizierten Bandbreite von 8,0 bis 8,6 Milliarden Euro erwartet.

Vorstandschef Kamieth begrĂŒndete die Erwartung unter anderem mit der weltweit schwierigen Lage der Autoindustrie. Die Vorzeichen in der Branche stĂ€nden derzeit nicht positiv. Lediglich in Asien gebe es in der Branche ein leichtes Wachstum, das liege aber unter den ursprĂŒnglichen Erwartungen. 

BASF halte sich wegen einer schwachen Nachfrage nach E-Autos mit Investitionen in sein BatteriegeschĂ€ft zurĂŒck. FĂŒr das GeschĂ€ft in China bleibe er aber mittel- und langfristig optimistisch. Rund 15 bis 20 Prozent des Gesamtumsatzes der des Chemiekonzerns stehe im Zusammenhang mit dem Automobil, erklĂ€rte der BASF-Chef. 

Hauptversammlung im nÀchsten Jahr nur virtuell

Der SparplĂ€ne der Ludwigshafener bekommen auch die AktionĂ€re des Dax-Konzerns zu spĂŒren: Seine Hauptversammlung will das Chemieunternehmen im nĂ€chsten Jahr ausschließlich virtuell abhalten. Das sei aber noch keine Grundsatzentscheidung fĂŒr die nĂ€chsten Jahre, betonte der BASF-Chef. Nach dem virtuellen AktionĂ€rstreffen sollen die AblĂ€ufe analysiert und dann ĂŒber die kĂŒnftige Organisation der Hauptversammlung entschieden werden.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 66015980 |