Kasse: KrankheitsausfÀlle im Job 2023 auf Höchststand
19.01.2024 - 06:11:58BeschÀftigte fehlten 2023 im Schnitt 20 Tage im Job, wie die Kasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Der Krankenstand erreichte abermals die Rekordhöhe von 5,5 Prozent wie bereits 2022. An jedem Tag des vergangenen Jahres waren also im Schnitt 55 von 1000 BeschÀftigten krankgeschrieben.
Kassenchef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Auch wenn das Ergebnis nach den ErkĂ€ltungswellen im FrĂŒhjahr und Herbst nicht ĂŒberraschend kommt, ist es fĂŒr die Wirtschaft alarmierend." Die hohen Fehlzeiten beeintrĂ€chtigten ArbeitsablĂ€ufe vieler Betriebe und Behörden, besonders wenn die Personaldecke durch FachkrĂ€ftemangel immer dĂŒnner werde. Dabei seien LangzeitfĂ€lle das gröĂte Problem. Es brauche eine "Offensive fĂŒr das betriebliche Gesundheitsmanagement".
Ausschlaggebend fĂŒr die vielen KrankheitsausfĂ€lle im vergangenen Jahr seien vor allem Atemwegserkrankungen wie ErkĂ€ltungen, Bronchitis und Grippe gewesen, erlĂ€uterte die DAK. Zudem habe es einen Anstieg bei psychischen Erkrankungen gegeben. Insgesamt war der Krankenstand bei den Versicherten der Kasse schon 2022 auf 5,5 Prozent emporgeschnellt und erreichte 2023 erneut dieses Niveau. Dies ist demnach der höchste Wert seit Beginn der Analysen vor 25 Jahren. In den Jahren zuvor hatte der Krankenstand jeweils im Bereich von 4 Prozent gelegen.
Die meisten Fehltage gingen 2023 auf ErkĂ€ltungskrankheiten zurĂŒck, wie die Auswertung ergab. Husten, Schnupfen und Co. verursachten demnach 415 Fehltage je 100 Versicherte. Muskel-Skelett-Erkrankungen wie RĂŒckenschmerzen fĂŒhrten zu 373 Fehltagen je 100 Versicherten und psychische Erkrankungen wie Depressionen zu 323 Fehltagen. FĂŒr die Analyse wertete das Berliner Iges-Institut den Angaben zufolge Daten von 2,4 Millionen erwerbstĂ€tigen DAK-Versicherten in Deutschland aus.
Fast zwei Drittel der BeschĂ€ftigten (64,5 Prozent) hatten demnach im vergangenen Jahr mindestens eine Krankschreibung. Ăberhaupt nicht arbeitsunfĂ€hig gemeldet waren 35,5 Prozent. Betrachtet nach Berufen, war der Krankenstand in der Altenpflege (7,4 Prozent) und bei Kita-BeschĂ€ftigten (7,0 Prozent) besonders hoch - und am niedrigsten in der Informatik und Kommunikationstechnologie mit 3,7 Prozent.

