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Kreise: LĂ€nder fordern Reform der Schienenmaut - Warnung vor Einschnitten

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 17:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die LÀnder fordern den Bund angesichts drohender Einschnitte in FahrplÀne zu einer Reform der Schienenmaut auf - zusÀtzliche Kosten sollten kurzfristig ausgeglichen werden.

Ein entsprechender Antrag wurde auf der Verkehrsministerkonferenz der LÀnder in Hohenschwangau in Bayern beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus LÀnderkreisen erfuhr. Die zweitÀgige Konferenz dauert noch bis Donnerstag.

Hintergrund sind stark steigende Trassenpreise, das sind GebĂŒhren fĂŒr die Nutzung des Schienennetzes. Der EuropĂ€ische Gerichtshof hatte im MĂ€rz eine Regelung in Deutschland gekippt, die im Nahverkehr die Preise fĂŒr die Schienennutzung deckelte.

Die LĂ€nder fordern von der Bundesregierung, dies finanziell auszugleichen. Ansonsten mĂŒssten Verkehre von Bussen und Bahnen abbestellt werden. Die Bundesregierung sieht fĂŒr deutlich mehr Geld aber keine finanziellen SpielrĂ€ume. Konkret geht es um sogenannte Regionalisierungsmittel.

"Verpassen Chance"

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sagte auf dpa-Anfrage: "Es ist einfach bitter, dass der Bund den LĂ€ndern ĂŒber die DB InfraGo erst massiv steigende Kosten aufbĂŒrdet, sie dann zusammen mit Pendlerinnen und Pendlern aber im Stich lĂ€sst. Damit verpassen wir die einmalige Chance, bei historisch hohen Spritpreise mehr Menschen vom Auto auf die Schiene zu bringen." Selbst finanzstarke LĂ€nder wie Baden-WĂŒrttemberg seien gezwungen, ĂŒber massive ÖPNV-Abbestellungen in den nĂ€chsten Jahren nachzudenken. In Rede stĂŒnden Einschnitte von ĂŒber 30 Prozent.

LĂ€nder fordern Planbarkeit

Auch Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) forderte den Bund auf, die zusĂ€tzlichen Kosten kurzfristig zu kompensieren und gleichzeitig eine grundlegende Reform des Trassenpreissystems einzuleiten. "Die aktuelle Entwicklung gefĂ€hrdet die bestehenden Angebote im Schienenpersonennahverkehr und erschwert zusĂ€tzliche Verbindungen, dichtere Takte und den Ausbau des Angebots. Es geht hier um VerlĂ€sslichkeit und Planbarkeit." Jeder zusĂ€tzliche Euro, der fĂŒr Trassenpreise ausgegeben werden mĂŒsse, stehe am Ende nicht fĂŒr zusĂ€tzliche ZĂŒge, bessere Takte oder Angebotsverbesserungen zur VerfĂŒgung. "Wenn die Kosten auf diesem Niveau weiter steigen, geraten LĂ€nder und AufgabentrĂ€ger zunehmend unter Druck."

Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an einer Reform der Trassenpreise. Die LĂ€nder fordern, dass bestimmte Infrastrukturkosten der Bahn nicht lĂ€nger ĂŒber Trassenpreise refinanziert und vor allem investitionsbedingte Kosten aus den Trassenpreisen herausgelöst werden.

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