Trump, Putin

Trump: Putin hat keinen sofortigen Stopp der Ukraine-Hilfen gefordert

19.03.2025 - 06:23:09

Kremlchef Wladimir Putin hat in seinem Telefonat mit Donald Trump nach Bekunden des US-PrĂ€sidenten nicht verlangt, alle Hilfen fĂŒr die Ukraine einzustellen.

Im US-Sender Fox News antwortete Trump auf die Frage der Moderatorin, ob Putin einen sofortigen Stopp sĂ€mtlicher Hilfen fĂŒr die Ukraine gefordert habe: "Nein, das hat er nicht. Wir haben nicht ĂŒber Hilfen gesprochen." Allerdings blieb unklar, auf welche Art von UnterstĂŒtzung er sich dabei bezog - ob es also um militĂ€rische, finanzielle oder humanitĂ€re Hilfe ging.

Der Kreml hatte nach dem Telefonat der beiden PrÀsidenten mitgeteilt, Putin habe in dem GesprÀch eine Reihe von Forderungen der russischen Seite benannt. Unabdingbar sei etwa, dass der Westen keine weiteren Waffen und Geheimdienstinformationen mehr an die Ukraine liefere.

Trump bezeichnete sein Telefonat mit Putin als "großartig". Sie hĂ€tten sich fast zwei Stunden lang ĂŒber viele verschiedene Dinge unterhalten. Auf die Frage, warum Putin einer sofortigen Beendigung der Angriffe auf Energieanlagen zugestimmt habe, nicht aber einer vollstĂ€ndigen Waffenruhe, entgegnete der Republikaner: "Im Moment sind viele Waffen aufeinander gerichtet. Und eine Waffenruhe, ohne noch ein bisschen weiter zu gehen, wĂ€re schwierig gewesen." Auch hier blieb offen, was genau er damit meinte.

"Mit Russland haben wir nicht so viel Handel"

Trump sagte weiter, dass Russland im Moment einen Vorteil habe. Er sprach erneut davon, dass Tausende ukrainische Soldaten eingekreist seien. "Das ist nicht gut", so Trump. Die ukrainische Regierung hatte am Wochenende die von Trump ĂŒbernommene Darstellung Moskaus zurĂŒckgewiesen, dass im westrussischen Gebiet Kursk ukrainische Einheiten eingekreist seien. "Aussagen ĂŒber Tausende ukrainische Soldaten, die eingekesselt sind, sind daher nicht korrekt", sagte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow bei Fox News.

Putin hatte vor mehr als drei Jahren den Krieg gegen das Nachbarland befohlen, um die Ukraine in den russischen Einflussbereich zurĂŒckzuzwingen. Gegen die Invasion wehrt sich die Ukraine seither mit westlicher Hilfe. Ihre Truppen sind aber zuletzt an etlichen Frontabschnitten in die Defensive geraten.

Trump sprach in dem Fox-News-Interview auch ĂŒber das Thema Handel in Kriegszeiten. "Mit Russland haben wir nicht so viel Handel", sagte der 78-JĂ€hrige. Aber die FĂŒhrungen beider LĂ€nder wĂŒrden das gern Ă€ndern, ergĂ€nzte er. Russland habe etwa seltene Erden und andere Dinge, die die USA brauchen könnten.

@ dpa.de