Kritik an Braunkohle-Folgekosten - Kurswechsel gefordert
25.07.2024 - 08:04:55 | dpa.deIn einer gemeinsamen Stellungnahme fordern sie eine transparente und ökologisch nachhaltige Vorsorgepolitik, die sicherstellt, dass die Bergbaukonzerne Leag und Mibrag ihrer finanziellen Verantwortung nachkommen.
Privatisierte Gewinne, sozialisierte Kosten?
"Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass Kosten sozialisiert und Gewinne privatisiert werden", schrieb das Konzeptwerk Neue Ăkonomie. Die Leag wolle im Juni eine Umstrukturierung ankĂŒndigen, mit der sie die Braunkohlesparte isoliert. "Dieser Schritt nĂ€hrt die Sorgen vor einer geplanten Insolvenz der Braunkohlesparte als "Bad Bank" und einer AbwĂ€lzung der Langzeitkosten auf öffentliche Kassen."
Der Vorsitzende des Bunds fĂŒr Umwelt und Naturschutz (BUND), Felix Ekardt, forderte "transparente und insolvenzfeste Sicherheitsleistungen, das Verursacherprinzip einzuhalten und die Unternehmen Leag und Mibrag dazu in die Pflicht zu nehmen."
GeheimniskrÀmerei um Folgekosten
Auch Greenpeace warnte vor einer "GeheimniskrĂ€merei um die Folgekosten der Braunkohlesanierung". "Die verschachtelten Unternehmensstrukturen des Leag-EigentĂŒmers und Finanzoligarchen Daniel Kretinsky lassen befĂŒrchten, dass die milliardenschwere Sanierung der Braunkohletagebaue endgĂŒltig bei den Steuerzahler:innen hĂ€ngen bleibt", sagte Energieexperte Karsten Smid.
Unterzeichnet wurde die Stellungnahme von mehreren Organisationen - unter anderem von der GrĂŒnen Liga, Greenpeace und dem BUND.
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