LÀnder fordern verlÀssliches Vorgehen gegen teure Energie
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 12:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer erneute Tankrabatt von 17 Cent je Liter sei wichtig fĂŒr die Menschen, sagte Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) im Bundesrat. "Aber es wird nicht reichen. Der Sprit muss nach meiner Auffassung wieder unter 2 Euro." Es brauche auĂerdem einen Spritpreisdeckel und eine Steuer auf "extrem maximierte" Gewinne von Mineralölkonzernen. Wer eine Ăbergewinnsteuer ablehne, könne ja gerne ein anderes Instrument vorschlagen.
Schwesig betonte, das Thema bezahlbares Leben fĂŒr die Menschen vor Ort sei elementar. "Eine Demokratie bleibt auch nur dann stabil, wenn die Menschen, die in der Demokratie leben, spĂŒren, dass der Staat sie auch unterstĂŒtzt." Sie kritisierte mit Blick auf die Wahlen in ihrem Land und in Sachsen-Anhalt mit Zugewinnen der AfD das Beenden des vorherigen Tankrabatts Ende Juni durch die schwarz-rote Koalition im Bund. "Man hat einfach den Tankrabatt auslaufen lassen in der Hoffnung, irgendwie wird es schon gut werden."
"Energiepolitik die soziale Frage dieser Zeit"
Auch ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt (CDU) sagte, der Spritpreis mĂŒsse wieder unter 2 Euro pro Liter. Er forderte zudem einen ganzheitlichen Ansatz und betonte: "Die Energiepolitik ist die soziale Frage in dieser Zeit." Es brauche, anders als mit dem Ende des Tankrabatts und nun dem erneuten Start, "VerlĂ€sslichkeit statt Stop and Go". Voigt forderte ein Aussetzen der nationalen CO2-Bepreisung fĂŒr Kraftstoffe in der aktuellen Hochpreisphase.
Bremens BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte, der Tankrabatt wirke schnell und sei jetzt notwendig. Er fĂŒgte aber hinzu: "Wir können nicht bei jedem neuen Ălpreisschock wieder Milliarden aufwenden, um Benzin und Diesel zu verbilligen pauschal." Es brauche gezieltere Entlastungen, denn nun werde eine Pflegekraft mit langem Arbeitsweg genauso behandelt wie jemand, der höhere Spritpreise verkraften könnte. Er forderte ebenfalls die EinfĂŒhrung einer Ăbergewinnsteuer, die "ein zutiefst marktwirtschaftliches Instrument" sei.
